Nochmals herzlich willkommen in meinem Blog.


Ich möchte dich hier in eine Welt der Träume entführen, besser gesagt, Ich möchte dir zeigen wie man seinen Traum zum Leben erweckt.


Schnalle dich an, lehne dich zurück und hebe gemeinsam mit mir ab.


Riesig freuen würde es mich natürlich, dir Möglichkeiten aufzuzeigen wie du so ein Vorhaben angehen könntest, was dich auf diesem Weg erwartet und was man dafür eventuell für Opfer bringen muss aber auch positive Erfahrungen erhält.

Viel Spaß und Freude am lesen


Der Möchtegernpilot



Alle Angaben und Auskünfte sind ohne Gewähr auf Korrektheit da sich jederzeit Richtlinien und Möglichkeiten ändern können die ich nachträglich nicht mehr berücksichtigen werde.

Sonntag, 1. März 2020

17. Zusammenfassung

Da als nächster Schritt nun der Beginn der Ausbildung kommt, schreibe ich nochmal zusammengefasst auf, was wichtig ist.


  • Den Entschluss zu fassen was man wirklich möchte nämlich Pilot werden zu wollen 
  • Sich Gedanken darüber zu machen, welche Möglichkeiten es gibt diesen Weg zu verwirklichen 
  • Sich um sein Medical Klasse 1 zu kümmern 
    • Wenn es nicht gleich klappt nicht aufgeben
  • Was ist dir wichtig
    • Ort, Hubschrauber, Art der Ausbildung 
  • Überlege dir wo du die Ausbildung machen möchtest
    • mache dich mit der Flugschule vertraut und absolviere eine Probeflugstunde
  • Erarbeite die ein Konzept wie du dich an deinem neuen Wohnort integrieren möchtest
    • Bedenke, dass dein neuer Wohnort eventuell andere Gesetze, Steuersystem und Sozialsystem besitzt. Mache dich auch damit vertraut. 
  • Beginne mit der Ausbildung
Es ist nur eine sehr grobe Zusammenfassung für die Details bitte ich den entsprechenden Abschnitt zu lesen. 

16. Das Auswandern

Beim Auswandern ist es eigentlich gut einen Plan zu haben wie man es am besten angeht. 
Ich dachte eigentlich, ich hätte einen. Hinterher habe ich gemerkt, dass ich eigentlich keinen hatte.
Dennoch möchte ich meinen Weg schildern. 

Zuerst sollte man sicher wissen in welcher Region man seinen Flugschein machen möchte. Ich entschied mich für die Region Bern. 

Als nächstes sollte man sich um eine Wohnmöglichkeit und Arbeitsstelle kümmern. 
Ich bewarb mich auf viele Stellen bereits aus Deutschland da ich nicht viel Finanzielle Reserven hatte, um recht lange ohne Einkommen auszukommen. 

Dennoch bin ich erstmal ausgewandert ohne einen Job zu haben. 

Mein neues Leben in der Schweiz begann auf einem Bauernhof. Hier half ich als Erntehelfer mit. Durch das Mitarbeiten am Hof finanzierte ich mir die ersten Zwei Monate hier in der Schweiz. Man darf sich darunter aber nicht vorstellen, das man viel Geld zum leben hat. Im Gegenteil. Man sollte auch hier schon Proviant von Zuhause als Vorrat gekauft haben oder Finanzielle Reserven haben. Mir reichte das Geld welches ich am Hof verdient hatte lediglich zum finanzieren meines Zimmers am Bauernhof. 
Nicht dass der Verdienst so sehr schlecht gewesen wäre doch gibt es eben nicht jeden Tag arbeit für einen Erntehelfer. 

Zum Glück erhielt ich nach einem Monat dann die Zusage für einen Job als Angehender Werkstattleiter in einem Forstmaschinenbetrieb. Dies hörte sich natürlich erstmal sehr gut an. Endlich finanzielle Absicherung. Ich hatte den Einstieg also geschafft. "Wohnung" und Job. 
Ohne die Möglichkeit auf dem Bauernhof mitzuhelfen und günstig zu wohnen wäre es mir nicht möglich gewesen dafür bin ich dem Besitzer sehr dankbar auch wenn sich unsere Wege bereits nach 2 Monaten wieder trennten. Zudem konnte ich bereits auf dem Bauernhof gute Kontakte knüpfen mit anderen Leuten die dort wohnten. Auch hat der Besitzer "Kinder" welche sich in meinem Alter befinden wo ich mit manchen noch im, in meinen Augen sehr guten Kontakt, stehe. Danke dafür!!!
Man sollte sich dann auch schnell um die Anmeldung auf der Gemeinde kümmern und um eine Aufenthaltserlaubnis bitten, welche man auch auf der Gemeindeverwaltung stellen kann. 
Dies dauert in der Regel bis zu 4 Wochen.
Wichtig zu wissen ist auch, dass man für die meisten Verträge die Aufenthaltserlaubnis benötigt sowie bei uns den Personalausweis. Ohne diesen kann man hier zum Beispiel keinen Handyvertrag abschließen welcher aber sehr Sinnvoll ist in der Schweiz. 
Auch hier bin ich dem Sohn des Bauern sehr dankbar. Er hat für mich den Vertrag abgeschlossen und somit war ich schon sehr bald wieder mobil erreichbar. Ach Ihm widme ich ein riesen Dankeschön!! Es sind sicherlich kleine Dinge die für jemanden getan werden dennoch tun sie in einer schwierigen Zeit sehr gut! 
Was ich vergessen hatte zu erwähnen ist, der Abschluss einer Versicherung bei einer Krankenkasse. Auch hier unterscheidet sich die Schweiz stark von Deutschland. 
In der Schweiz ist es so, dass man die Beiträge in die Krankenkasse selbst bezahlt und eine Jährliche Selbstbeteiligung an den Arztkosten hat. Ähnlich wie bei einer Autoversicherung. 
Man muss auch hier für sich entscheiden welches Modell man Auswählt. 

Nachdem man nun einen Job und Gehalt bekommen hat, stehen einem die Türen weiter offen und man hat mehr Möglichkeiten. 

Bei mir war es der Umzug in eine WG. Näher an der Arbeit zu wohnen war eine große Erleichterung. Vor dem Umzug hatte ich ca. 45min Fahrtweg und das bei Arbeitszeiten von 7.30 - 17.30 ist das schon viel Zeit die einem verloren geht.
Leider oder Gott sei dank passte das Verhältnis zwischen dem Bauern und mir am Ende nicht so wie angenommen. 

Leider deshalb weil die Zeit doch sehr schön für mich war, die Bekanntschaften sehr Interessant waren und er mir die Möglichkeit gab in der Schweiz Fuß zu fassen. 

Zum Glück deshalb, weil ich dadurch näher zu meiner Arbeit gekommen bin, neue Möglichkeiten gesehen habe und ich nun weitere neue Kontakte in meiner WG knüpfen konnte.

Schnell gesagt wurde ich vom Bauernhof rausgeschmissen ^^ aber dennoch behalte ich Ihn in sehr guter Erinnerung auch wenn es anfangs sehr schwer gefallen ist. Man muss hier vielleicht auch etwas taff sein und wieder aufstehen. Man will ja schließlich Pilot werden und da darf man sich nicht so schnell klein kriegen lassen. ;) 

15. Die Qual der Wahl (Wucher Helicopter Österreich)

Sowohl Wucher als auch Swiss Helicopter sind zwei sehr Erfolgreich Unternehmen in Ihrer Branche. 
Dennoch wird jeder für sich Selbst entscheiden müssen was er an der ein oder anderen Flugschule möchte oder nicht. 
Auch ich habe mir diese Frage gestellt und wollte mindestens eine Probe-Flugstunde absolvieren.
Ich kontaktierte somit zum einen Swiss Helicopter als auch Wucher Helicopter. 

Die Kontaktaufnahme mit Swiss Helicopter war sehr einfach. Sowohl per Telefon als auch per E-Mail war innerhalb weniger Tage alles nötige besprochen und war sehr angetan von dem schon anfangs herrschenden freundlichen Umgang. Sie zeigten sich sehr bemüht und das gefiel mir sehr. 

Die Kontaktaufnahme mit Wucher Helicopter war telefonisch mehrmals leider nicht möglich. Auch per E-Mail dauerte es mehrere Wochen bis ich eine Antwort erhielt. Man teilte mir mit, dass meine E-Mail in einem falschen Ordner gelandet wäre. 
Die Freundlichkeit war aber auch hier stets hoch. Dennoch habe ich mich bis dahin schon für die Flugstunde bei Swiss Helicopter Entschieden.  

Was bietet Swiss Helicopter für einen Ausbildungs Hubschrauber an? 

Bei Swiss Helicopter beginnt man auf dem GUIMBAL CABRI G2 zu fliegen. Man bleibt auf diesem Hubschrauber Modell bis mindestens Ende der Privat Piloten Ausbildung. 
Wenn man weiter voran schreitet beginnt sicherlich nach einiger Zeit der Umstieg auf den Airbus H120 Colibri. Wann dieser Umstieg statt findet hat jeder etwas selbst in der Hand. 

Wie sieht es bei Wucher Helicopter in Österreich aus ? 

Wucher Helicopter gibt die Privat Piloten Ausbildung aus der eigenen Hand ab und arbeitet mit einem Partner Unternehmen zusammen. Dort lernt man erstmal auf dem Robinso R22 zu fliegen. Auch hier wird man irgendwann auf einen Turbinen Hubschrauber umsteigen. Zur Auswahl steht sicherlich der AS350 welcher aber wahnsinnig teuer zu fliegen ist. Auch der Umstieg von Robinson auf einen Airbus wird als manchmal ungewohnt beschrieben. Sicherlich ist dies aber nur eine Frage der eigenen Fertigkeiten und irgendwann bekommt man diesen Umstieg auch hin. 

Gibt es sonst noch etwas, was wichtig ist zu wissen ? 

Sicherlich ist zu beachten, dass sich Swiss Helicopter in der Schweiz befindet und dadurch auch nicht in der EU befindet. Man muss sich ziemlich stark eingewöhnen an seinem neuen Wohnort. Ich selbst empfinde es noch sehr ungewohnt. Es ist sehr vieles anders und man kommt sich manchmal echt fremd vor. Man muss auch sicherlich finanziell sehr aufpassen, dass man sich nicht übernimmt und sein Ziel immer im Blick hat. Das plötzlich viele Geld erscheint uns als deutsche sehr lukrativ. Nicht zu vergessen ist aber, dass das Leben hier um einiges teurer ist als wo anders und man sollte an vielen Punkte wirklich ein Sparfuchs werden. Ein gewisses Einkommen für dieses vorhaben ist deshalb wichtig. Auch das Steuersystem ist hier in der Schweiz anders wobei man als Einwanderer erstmal keinen Unterschied zu dem Steuersystem in Deutschland kennt. Erst nach 5 Jahren in der Schweiz wird sich etwas ändern. Man bezahlt dann seine Steuern einmal im Jahr und muss dafür unterm Jahr schon vorsorgen.  

Das Gegenteil ist bei Österreich der Fall. Es ist ein Land in der EU und viele Dinge sind hier vereinfacht. Sicherlich spielt hier der Zoll eine große Rolle. Ich kaufte mir ein Auto in Deutschland und nun merke auch ich, dass es Probleme bereitet. 
Auch dieses Problem habe ich noch nicht gelöst bekommen aber belastet doch irgendwo sehr. 
Der Verdienst ist sicherlich ähnlich wie in Deutschland und je nachdem wo man her kommt fällt es einem leichter sich in Österreich zu integrieren. Alleine die Sprache macht es sicherlich einfacher. 
Fazit

Ich entschied mich letztendlich aber dennoch für Swiss Helicopter. 
Der Gesamteindruck stimmte einfach und ich fühlte mich von Anfang an sehr wohl dabei. 
Das fliegen auf dem Guimbal, welcher vieles von einem Airbus Helicopter besitzt war sehr angenehm. 
Letzt endlich muss dennoch jeder für sich entscheiden was wichtig ist und was nicht und welche Herausforderungen er annimmt und welche nicht. Leicht wird es weder hier noch dort. Auswandern ist immer ein sehr schwer schritt und sehr wichtig ist es, die Kontakte nach hause zu halten aber auch welche in der neuen Heimat zu finden. Alleine sein ist niemals gut und es ist erstaunlich wie alleine man sich fühlen kann wenn man nicht mehr Zuhause wohnt.  

Sonntag, 12. Januar 2020

14. Wahl der richtigen Flugschule (nützliches)

Als kleinen Zwischen-Post werde ich kurz erläutern was mir wichtig war bei der Wahl der Flugschule. 

Wenn man den Weg zum Berufspiloten einschlagen möchte, hat man einen Weg gewählt der sehr viel Zeit, Nerven und Geld verschlingt. Man Investiert also voll und ganz in seine Zukunft, denn vieles hängt an dieser Ausbildung mit dran. Man ist also bestrebt, so gut wie möglich zu sein um am Ende auch einen Job zu ergattern. Jeder der sich darüber bereits Informiert hat weiß, dass die Jobs sehr Rar in dieser Branche sind.

Nach welchen Kriterien entscheide ich also? 

Für viele wird als erstes der Wohnort eine Rolle spielen. Jemand der in seiner Nähe eine Flugschule hat und sich somit Stress und kosten erspart würde sich gerne dafür entscheiden. Ist sicherlich ein ausschlaggebender Grund auf dem ersten Blick. 

Es sollte aber folgendes bedacht werden.

Eine lokale Flugschule die nur eine Flugschule/Charter besitzt kann schnell in die Situation geraten, pleite zu werden. Sie besitzen nur ein Standbein und das, ist die Schule. Läuft diese schlecht, wird es dem Unternehmen auch irgendwann schlecht gehen. Es wäre sehr ärgerlich wenn sein investiertes Geld plötzlich weg ist und man noch mit nichts da steht. 

(Mir wäre es beinahe so passiert als ich mich für Babcock in Augsburg entscheiden wollte) Die relativ groß Aufgestellte Firma mit einer Modernen Flotte musste schließen. Die Flugschule konnte sich einfach nicht selbst tragen und Aufträge die sie bis zu diesem Zeitpunkt hatten, brachen weg. Die Flugschüler standen alle vor dem nichts und das vorab bezahlte Geld verschwand aufgrund der Insolvenz.) 

Es ist also durchaus ratsam, auf die Aufgabengebiete einer Flugschule zu achten. 
Es gibt Unternehmen, die die Flugschule eher als eine Nebensparte betreiben. Und dies hat mehrere Vorteile.

Dadurch dass ein Unternehmen zum Beispiel neben der Flugschule noch Transport, Rundflüge, Chater und/oder Rescue betreibt, ist man bereits viel Näher am Geschehen mit dran. Man erlernt das fliegen nicht rein durch Fluglehrer sondern von Berufspiloten die auch in anderen Bereichen beschäftigt sind. Zudem kann man leichter Kontakte knüpfen und dies kann bei der Job Wahl entscheidend sein. 
Ein weiterer Punkt ist, läuft die Flugschule nicht so gut, so hat das Unternehmen noch viele andere Einnahmequellen.

Die Wahl des Schulungs-Helicopters.


Es gibt 3 gängige Hubschrauber die in Flugschulen verwendet werden. 

  • Der Robinson R22
  • Der Schweizer 300
  • Der Guimbal Cabri G2
Aufgrund der Technik, der Optik, der Flugeigenschaften, der Vorfälle jedes Typs, wird jeder für sich seine ganz eigene Wahl treffen. 
Für mich war die Wahl des Hubschraubers einer der ausschlaggebendsten Punkte bei der Wahl der Flugschule. 

Zurück zum Ort der Flugschule.

Die Wahl der richtigen Lage kann auch einen Vorteil mit sich bringen. Aufgrund von der Beschaffenheit des Terrains in dem man fliegt kann man daraus zusätzliche Vorteile ziehen. Ist ein Gebiet bergig oder nur Wiesen und Täler. In einem bergigen Gebiet erhält man Erfahrungen die man sonst nicht erlangen würde. Das Fliegen im Gebirge birgt mehr Risiken als über einer Wiese. Man hat viel mehr mit der Thermik zu tun. Auf und Abwinde schwierige Landungen im Gebirge oder Hochgebirge, (wenn man die Gebirgsflugausbildung mit dazu nimmt). 
Diese Erfahrungen machen sich bei einer Bewerbung sicherlich bemerkbar. 

Die Finanzierung spielt auch eine große Rolle bei der Wahl.

Überlege dir ob mit deinem jetzigen Gehalt und Ausgaben es möglich ist dir einen Kredit zu leisten.
Mit meinem Gehalt in Deutschland wäre es nicht möglich gewesen Geld auf die Seite für die Ausbildung zu legen. Ich bin daher in ein Land gezogen wo es meiner Meinung nach unter gewissen Umständen möglich ist. 

Der Erste Eindruck. 

Wenn du eine Wahl getroffen hast oder du zwischen zwei Unternehmen entscheiden musst, mache eine Probeflugstunde. Meist kosten diese ca. 450€ +-.
Abgesehen vom Hubschrauber war dies für mich auch ein sehr wichtiger Grund. Ich habe zwei Unternehmen angeschrieben. Das eine hat sich schnell interessiert gezeigt, das andere eher nicht so.
Ich habe dann die Flugstunde bei dem Unternehmen ausgemacht, die mir entgegenkommender wirkten. 

Ich denke, dass dies die wichtigsten Punkte bei der Wahl der passenden Flugschule gewesen sind und jeder nun weiß worauf er zu achten hat. 



Mittwoch, 1. Januar 2020

13. Der Flugsimulator

Nun war es so weit. Ich hatte also mein Medical in der Hand. Noch nie hatte ich jedoch etwas mit Hubschraubern gemacht. Ich wusste ja noch nicht mal ob es mir Spaß machen würde. 
Ich beschloss also dies zu ändern und buchte eine Flugstunde im Simulator. Es gibt natürlich zahlreiche Angebote wo man dies tun könnte. Meistens sucht man sich jenen aus der in seiner Umgebung der nähste ist. Bei mir war es ein Unternehmen in der Nähe von München. 

Gebucht hatte ich eine Flugstunde im Simulator einer Bell UH-1D. Das gesamte Cockpit war 1 zu 1 aus einer UH-1D entnommen worden und alle Instrumente wie, Höhenmesser, Fahrtmesser, Künstlicher Horizont aber auch Temperaturanzeigen der Turbine oder Getriebe sind mit der Simulation super abgestimmt. 

Der Ablauf verlief auch absolut Stressfrei und Reibungslos. 

Man wird freundlichst begrüßt, bekommt ein kurzes Briefing und wird gefragt ob man schon einmal Erfahrungen auf Helikopter gemacht hat.

Im Anschluss bekommt man einen Piloten zugeteilt. 
Manche sind Berufspiloten gewesen andere jedoch nur Erfahrung am Simulator (Wobei auch diese Personen gutes Wissen einbringen können). 

Ich hatte das Glück, einen ehemaligen Berufspiloten als Co-Pilot gehabt zu haben. Natürlich habe ich Ihm von meinem Vorhaben erzählt, selbst einmal als Berufspilot tätig sein zu wollen.
Der gute Mann gab mir daraufhin ein Zwei Anlaufstellen als Tipp wo ich einmal anfragen sollte bezüglich der Ausbildung. 

Zur Auswahl standen nun die Firma Wucher Helikopter in Österreich
                        
   oder

die Firma Swiss Helikopter in der Schweiz.

Wieso ich mich für eine Eher Entschieden habe? 
dies kommt im nächsten Beitrag.

Jedenfalls war der Tag am Simulator eine gute Erfahrung für mich ein erstes Gefühl für einen Hubschrauber zu erlangen. 

Es werden einem die Steuerung des Helis, die wichtigsten Instrumente und ein paar Flugmanöver erklärt. 
Dies ist auch für den "Erstflug" ausreichend. Anfangs ist man mit dem Hovern über dem Boden sowieso beschäftigt so dass der eigentliche Flug am Ende eher kürzer Ausfällt. 
Jedoch passen sich die Instruktoren deinen Wünschen an. Ich hatte ein Paar Vorstellungen welche ich einmal ausprobieren wollte und diese wurden dann auch durchgeführt.

Im großen und ganzen also ein Ereignisreicher Tag mit neuen nützlichen Informationen welche mir weiterhelfen könnten. 

 




12. Kurzer Zwischenbericht (aktuelle Lage)

Wie bereits bemerkt wurde, zumindest von den Leuten die meinen Blog versuchen lesen zu wollen, schreibe ich in letzter Zeit gar nichts mehr. 

Dies hat mehrer Gründe. 

Das Auswandern in ein neues Land mit neuen Gesetzen und Regeln und einer anderen Mentalität der Menschen wie jene die man bisher gewohnt war, ist sehr schwer. 

Es klappt oft nichts so wie man es sich gewünscht hätte und oft erleidet man Rückschläge bis man Fuß gefasst hat. 

Bei mir ist es seit einiger Zeit so. 

Ich habe zwar erfreulicherweise nach meiner Einwanderung schnell einen Job ergattern können, jedoch stellte er sich mittlerweile als eine richtige Qual für mich heraus. 
Versprechungen welche mir gemacht wurden, werden nicht mehr eingehalten und ein Gefühl von "ich bin permanent am Arbeiten ohne Zeit für mich selbst" ereilt mich.

Hinzu kam ein Umzug vor ein paar Monaten im September innerhalb der Schweiz, was mich auch sehr unerwartet getroffen hatte. 


Mehrere Autopannen mit meinem alten Fahrzeug, mit meinem neuen Fahrzeug ein Unfall welcher auch nicht ganz Spurlos vorüber ging. 


Aktuell ist es so, dass ich viel Zeit damit verbringe stark zu bleiben, mir keinen Druck zu machen und mein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Dabei stecke ich aber seit einiger Zeit in meinem Privatleben ein. Ich habe aufgrund der großen Unlust in die Arbeit zu gehen, aufgrund permanenter Überstunden, keine Anerkennung vom Chef, Versprechen die nicht gehalten wurden und und und, wenig Motivation im Anschluss mich noch für etwas aus meinem Privatleben zu begeistern. Mir fehlt schlichtweg die Energie dafür. 

Am liebsten würde ich Sport machen, mich um meine Flugausbildung mehr kümmer können oder einem Ehrenamt folgen. Aktuell steht aber eher an: Jobwechsel, Autounfall gut vorbei bringen, und etwas meine innere Ruhe wieder finden. Zudem arbeite ich trotzdem Bereits an der Theorie meiner Ausbildung. 

Ich hoffe die Lust geht nicht Verloren trotzdem hin und wieder in den Blog zu sehen. Es werden definitiv Updates kommen. 

Die nächsten Punkte werden dann sicher sein: Wieso Schweiz und die Entscheidung für die Flugschule dort, der Beginn der Ausbildung. Ab da an versuche ich Teile der Theorie mit einfließen zu lassen in Form von Bildmaterial wobei ich noch nicht sicher weiß wie ich es am besten Anstellen werde. 

Danke für Euer Verständnis und ein gutes neues Jahr von mir :)




Mittwoch, 6. November 2019

11. Und so sieht es aus


10. Der lange Weg zum Medical

Ich wusste also, dass ich laut meinem Fliegerarzt Flugtauglich gewesen wäre. 
 Allerdings wusste ich auch, dass der Arzt meine Vorerkrankung dem LBA (Luftfahrtbundesamt) melden musste.

Und hier begann der ganze Mist. 


Das LBA forderte, dass ich mich in Fürstenfeldbruck bei der Luftwaffe vorstelle um ein erneutes Gutachten über mich ergehen zu lassen.

Gesagt, getan. 
Innerhalb von einem Monat hatte ich diesen Termin auch und bin dorthin gefahren. 
Zuvor habe ich schnell noch die aktuellsten Nachsorgeuntersuchungsbefunde zusammen getragen um meinen aktuellen Gesundheitszustand darlegen zu können. 

Dort angekommen erwarteten mich wieder einige Tests. Im Grunde handelte es sich hierbei um eine Nachsorgeuntersuchung wie es nach Ablauf des 1 Jährig Gültigen Medicals der Fall gewesen wäre. Orinprobe, Blutprobe, Lungenvolumentest, Allgemeiner Sehtest. 

Zusätzlich wurde angeordnet, ein Herzecho und ein Belastungs EKG.

Am Ende gab es noch ein Gespräch mit dem Leitenden Arzt der Abteilung für Innere Medizin. 


Ich hoffte hier auf ein positives Gespräch da ich dachte gut abgeschnitten zu haben, doch leider war dies nicht der Fall. 

Als erstes durfte ich mir nämlich einen Ordentlichen Anschiss abholen. 

Ich musste mir in einem Sehr direkten Ton anhören, was ich mir dabei gedacht habe, nur die letzten Befunde meiner Erkrankung mit zunehmen und nicht alle der letzten 3 Jahre. 
"Auf diesem Stuhl, wo auch Sie gerade sitzen, dort sitzen Piloten vom DRF, von Red Bull, dem ADAC und was weiß ich noch alles und alle zeigen Verantwortung. Wenn sie Pilot werden wollen, dann zeigen sie Verantwortung. Sie, wollen fliegen. Ich hab schon alles geflogen was es zu fliegen gibt und ich bin derjenige der darüber entscheiden wird ob sie das dürfen oder nicht. Also schauen sie dass sie die Befunde nachreichen ansonsten kann ich diese Beurteilung nicht geben" 

Es war sicher nun kein 100% Zitat aber so ungefähr war es durchaus. 

Innerlich bin ich richtig eingegangen. Ich wusste er hatte recht mit dem was er sagte und konnte somit nichts dagegen sagen und es nur über mich ergehen lassen. Zudem war ich solch einem Ton noch nie begegnet, schongleich gar nicht von einem Arzt. Da erwartet man ja meist einen ruhigen und besänftigen Ton. 

Wiedereinmal ging ich also nach Hause ohne etwas in der Hand zu haben oder zu wissen wie es ausgeht. 

In Windeseile habe ich nun alle Unterlagen die es gab eingereicht. Wenn noch was fehle so sollten sie mir bescheid geben schrieb ich auf einem Brief dazu. 

Mehrere Wochen vergingen bis ich mich bei der Luftwaffe erneut meldete um in Erfahrung zu bringen, was aus meinem Medical geworden ist. 

Hierbei wurde mir mitgeteilt, dass der Arzt aktuell noch nicht dazu gekommen sei mein Medical zu bearbeiten. Ich solle mich doch noch etwas gedulden. 

Die nächste Warterunde begann. 


Mittlerweile habe ich begonnen, an den Eckert Schulen in Regenstauf, meinen Techniker in Vollzeitunterricht durchzuziehen. 

Irgendwann, so nach miterweile einem halben Jahr, meldete ich mich erneut bei der Luftwaffe. 

Mir wurde dort freundlich mitgeteilt, dass der Arzt aktuell im Urlaub wäre und die Akte immer noch in Bearbeitung ist. Ich wurde wieder vertröstet und sollte warten. 

Die Wochen sind nur so verstrichen und ich wurde allmählich leicht angepisst. 

Ich fragte mich, was wohl passiert, wenn mein Medical, besser gesagt die 1. Untersuchung abgelaufen ist, bevor ich überhaupt das Medical als Amtliches Dokument erhalten habe. 

Erneut rief ich bei der Bundeswehr an. Wieder fragte ich das übliche. 

Diesmal hat man mir mitgeteilt, der Arzt wäre krank. 

Beim nächsten Mal fehlte noch ein Befund 

Diesen habe ich per Einschreiben am nächsten Tag eingeschickt 

Dann war der Arzt wieder krank


Mittlerweile ist über ein Jahr vergangen. 


Mir wurde dann mitgeteilt den Arzt gibt es gar nicht mehr. Und mein Befund nicht 

weitergereicht worden. 


Ich habe nun etwas Text abgekürzt 



Nun kam es natürlich so, dass mir mitgeteilt wurde, meine Untersuchungen wären abgelaufen und eine Beurteilung wäre somit nicht möglich. Genau das, was ich mich einst gefragt hatte, ist eingetreten. 

Das LBA beauftragte nun die Luftwaffe eine erneute Erstuntersuchung durchzuführen. 
Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie es mir nach gut 1,5 Jahren des hin und her, ging. 
Ich war richtig richtig angepisst. 

Aber was solls dachte ich mir und vereinbarte eine Termin. 

Was soll jetzt noch schief gehen dachte ich optimistisch und habe mich auf den Termin richtig gefreut der morgen schon sein wird, dachte ich weiterhin. 

Plötzlich klingelte das Telefon. Es war, wie sollte es auch anders sein, Fürstenfeldbruck. 

"Herr Brandt, wissen Sie eigentlich, dass sie ein Schädel MRT mitbringen müssen“? 
Sagte die Frau am anderen Ende der Leitung. 

Ich fiel vom Glauben ab, in dem Moment als sie das sagte. 

Denn ich wusste genau, dass ich es nicht wusste, einen MRT Befund mit zubringen und ich wusste auch, dass ich es bis morgen auch nicht schaffen würde einen aufzutreiben. 

Die Frau von FFB meinte nur, ich könne es günstig für 600 Euro bei Ihnen machen lassen. 


Mag sein, dass dies günstig für ein MRT ist. Für mich als Schüler war es dies aber nicht. 


Ich winkte ab und verschob den Termin. Ich fluchte innerlich nurnoch. 

Beim LBA teilte man mir mit, dass sie von einem erteilten MRT nichts wüssten und dass dies von FFB ausgehen muss. 
FFB teilte mir allerdings zuvor mit, dass das LBA dafür verantwortlich hätte sein müssen. 

Es war ein Hin und her und mir verging wirklich die Lust und die Nerven. 


Mittlerweile sind gut 1,75 Jahre seit meiner ersten Erstuntersuchung vergangen. 


Innerhalb der nächste 2 Wochen habe ich es glücklicherweise geschafft, einen MRT Befund aufzutreiben und die Möglichkeit zu bekommen innerhalb wieder 2 Wochen nach FFB zu kommen um endlich meine "Erstuntersuchung" über mich ergehen zu lassen. 


Die Untersuchung dauerte den ganzen Tag. Etwas länger als die erste. 

Wie auch bei der damaligen Erstuntersuchung war ich total übermüdet, da ich auch hier aufgrund innerliche Unruhe oder Nervosität nicht schlafen konnte. 
Zudem kam hinzu, dass ich aufgrund der Augenuntersuchung und den verabreichten Augentroofen nicht mit dem Auto sondern mit dem Zug fahren musste. 
Dummerweise und zu meinem Pech kam hinzu, dass die Bahn an diesem Tag streikte. Wir wurden alle um, 4 Uhr morgens in Landsuth rausgeschmissen. Es war kalt, es hat geregnet und der Wind ging. 
Ich war schon jetzt wieder richtig angepisst jedoch zu müde um es mir anmerken zu lassen. 
Mit einem Taxi für 140 Euro machte ich mich auf den Weg nach FFB so ich vor erstmals verschlossenen Toren stand da der Einlass erst um 6. 30 beginnen würde. 
Irgendwann hatte ich aber auch dies überwunden und hab etwas teilnahmslos die Untersuchungen über mich ergehen lassen. 

Bei den Augenuntersuchungen war ich mir diesmal nicht mehr ganz so sicher ob diese so gut ausfallen werden wie damals in Stuttgart. 

Doch auch diese habe ich geschafft. 

Beim Abschluss Gespräch mir dem Leiter der Flugmedizin (ein ziemlich hohes Tier) , er hatte es nämlich bereits zu seinem persönlichem Anliegen gemacht mich endlich erfolgreich beurteilen zu können, wurde mir mitgeteilt dass ich Flugtauglich bin mit Sonderauflagen. 

Über die Kostenübernahme der letzten zwei Jahre solle ich mir keine Gedanken machen.
Es wären ca. 750€ angefallen. 

In dem Moment dachte ich mir. 

Wow... Und das war alles. Dafür 2 Jahre  dieser Aufwand. 
Klar, es ist genau das was ich wollte aber es ist durchaus ein komischer Gedanke und Moment, etwas nach 2 Jahren erreicht zu habe was andere auf einen Tag machen. Es sollte ursprünglich nur eine Untersuchung sein und ein "Ja" oder "Nein" werden. 

Das Medical bekam ich einige Wochen darauf vom LBA aus zugeschickt mit der Bedingung, ich müsse jährlich meinem Verantwortlichen Fliegerarzt ein Schädel MRT vorlegen. 

Eine Sonderauflage mit der ich gut Leben kann. 

Fazit oder Tip an alle denen es auch so gehen könnte. 


Gebt nicht einfach so auf nur weil es nicht von anfang an klappt wie es soll oder weil es den Anschein haben könnte es wird sowieso nichts. 

Wenn es euer Traum ist, dann beisst euch durch. Es könnte sich durchaus lohnen auch wenn der Weg Steinig ist oder erstmal mehr Steine hinzukommen als was man überwinden kann. 

Ich bin jedenfalls froh die Nerven bis zum Schluss nicht zu 100% verloren zu haben. 




Dienstag, 22. Oktober 2019

9. Das Medical

Das Medical ist nach deinem Entschluss diesen Weg zu gehen dein erster Schritt zu deinem Traum.

Was ist dieses "Medical" eigentlich? 


Das Medical ist ein über dich erstelltes Medizinisches Gutachten. Es bestätigt den Behörden 

einen gewissen gesundheitlichen Standart, der es dir möglich macht, Luftfahrzeuge bewegen zu dürfen mit der gewissen Ausbildung. 

Wenn man noch kein Medical besitzt, wie es bei den meisten der Fall sein wird die diesen Weg neu für sich entdeckt haben,  so muss eine erst Untersuchung durchgeführt werden.

Im Normalfall geht man für Flugmedizinische Angelegenheiten zu einem Fliegerarzt der dir deinen Gesundheitszustand bestätigt. Bei der erst Untersuchung ist dies jedoch nicht möglich. 
Aufgrund des Umfangs dieser Untersuchung wird diese in speziellen Einrichtungen durchgeführt von denen es nur eine Handvoll in Deutschland gibt. 

Mein Weg ging nach Stuttgart. Das Aeeomedical Center welches sich am Cargo Flughafen Stuttgart befindet, ist ein sehr guter Ort um sein Medical zu erlangen. 

Der Vorteil dieser Einrichtung liegt in einer speziellen Augenuntersuchungsmethode. 
Diese Untersuchung dient dazu, den Augenhintergrund zu untersuchen. Alles was sich hinter deiner Pupille befindet (Sehnerv und Äderchen) kann man dabei sehen. 

Normalerweise bekommt man für diese Untersuchung Augentropfen, die die Puppillen erweitern, um mittels einer Starken Lichtquelle und Spiegel, hindurch zu sehen. Man darf dann eine ganze Weile (12-24 Stunden) kein Auto mehr bewegen. 

In Stuttgart gibt es eine Möglichkeit, dies ohne Augentropfen durchzuführen und man hat im Anschluss keine Beeinträchtigungen. 
Hier wird es Mithilfe einer Speziellen Kamera gemacht, welche durch dein Auge durchfotografiert.  

Anderweitige Untersuchungen sind z. B. Blutdruck, Ruhe EKG, Orintest, Augeninnendruck, Sehtest bei Dämmerung- und Blendeinwirkung, Sichtfeld, 3d Sehen, Fsrbenblindheitstest, 

Und sicher noch ein Paar Dinge die mir nicht mehr einfallen. 

Am Ende gibt es ein Gespräch mit dem Arzt, der dir noch ein Paar Fragen stellt und eine Beurteilung ausspricht. 


Im besten Falle bekommst du im Anschluss dann gleich dein Medikal ausgehändigt. 


Für diesen Tag darfst du sicher einen ganzen Tag einplanen. 

Du solltest zudem am Vortag viel trinken und unbedingt Fit sein um gute Werte abzuliefern. 

Neuerdings muss zudem ein Psychologischer Test durchgeführt werden. Leider kann ich dazu nichts Näheres erläutern.


Das Medical welches du dann erhältst ist ausschließlich in der EU gültig. Für Amerika bräuchtest du ein separates Medical welches du auch im Aeromedical Center durchführen kannst.  Es ist zudem nur für ein Jahr gültig danach muss bei einem Fliegerarzt eine Nachuntersuchung durchgeführt werden im Jährlichen Rhythmus. 



Die Kosten für diesen Gesundheitscheck liegen bei ca 400-500 Euro.



Solltest du nun bedenken haben ob du das Tauglichkeitszeugnis bekommst oder nicht, weil dir vielleicht etwas fehlt, dann rate ich dir es trotzdem zu probieren. 

Es ist durchaus möglich zu fliegen ohne 100% Gesund zu sein. Der Weg um an sein Medical zu kommen ist dann eventuell etwas aufwändiger jedoch nicht unmöglich. Das Luftfahrtbundesamt hat hier etwas Spielraum gelassen sodass man mit Sonderauflagen fliegen darf. 

In meinem Fall dauerte dieser Prozess ca 2 Jahre, 2 Erstuntersuchungen und eine erweiterte 2. Untersuchung um an mein Medical zu gelangen. Aber dazu schreibe ich im nächsten Eintrag. 


Montag, 21. Oktober 2019

8. Wissenswertes (nützliches)

Zwischen drinn, werde ich immer wieder Nutiches und Wissenswertes aus meinen Texten herausnehmen um sie übersichtlich hervorzuheben. 

Was sollte einem also bis hier her bewusst sein. 


1. Mache dich über die aktuellen Möglichkeiten schlau welche Wege es gibt denn jeder Weg hat seine Vor- aber auch Nachteile.


2. Sei dir bewusst, dass dieser Weg sehr schwer werden wird und damit meine ich noch nicht die Schwierigkeiten was die Theorie oder Praxis betrifft. Man muss eventuell einiges Aufgeben. Familie, Freunde, Heimat, Vereine, vieles was einem einfach wichtig ist.


3. Du brauchst auf alle Fälle ein Medical der Klasse 1 um Commerziel fliegen zu dürfen



Zu Punkt 1:


1. Möglichkeit Bundeswehr (stand Anfang 2019)



  • Voraussetzung = Mittlere Reife oder Fachabitur. Du kannst mit der Mittleren Reife den fliegerischen Dienst über die Feldwebel Laufbahn erreichen. Du musst dich also immer weiter quifizieren. (Nachteil hierbei ist, du hast keine Garantie, dass du es jemals zum fliegen schaffen wirst. Mit dem Fachabitur kannst du dich für die Fachoffizierslaufbahn Fliegerischen Dienstes Bewerben. (Vorteil, Du bewirbst dich direkt auf den fliegerischen Dienst. Das heißt: wirst du für Flugtauglich befunden und hast die Einstellungstests geschafft bist du dabei bei der Ausbildung zum Piloten und zu nichts anderem. Solltest du Fluguntauglich für die Bundeswehr sein kannst du immernoch sagen, Gut dann Tschüss Bundeswehr ohne dich verpflichten zu müssen. 
  • Die Bundeswehr bezahlt dir die Ausbildung und du bekommst zudem ein Gehalt
  • Die Verpflichtungszeit beträgt 16 Jahre mit wechselnden Einsatzgebieten 
  • Die Bundeswehr ist leider am Absteigenden Ast. Rüstungsabbau, Einsparen wo es nur geht auch bei dem Fliegerischen Diensten. Somit sind es eventuell wenige Flugstunden im Jahr nach der Ausbildung. (Quellenangaben Medienangaben, Aussagen von Politikern über das Budget der Bundeswehr, Haushaltsplan)
  • Fliegerische Ausbildung beim Heer, Marine und Luftwaffe möglich. Es gibt jedes Jahr auch Schnupperwochen wo man die Bundeswehr bis zu einer ganzen Woche lang begleiten darf. Hierfür einfach Infos einholen bei einem der Beratungsstellen 
  • Sicherlich gute Ausbdung aufgrund verschiedenster Hubschraubertypen
  • Familie gründen eher schwieriger aufgrund Auslandseinsätze 
2. Möglichkeit Bundespolizei (stand Anfang 2019)
  • Voraussetzung mittlere Reife oder Fachabitur. Ähnlich wie bei der Bundeswehr gibt es bei der Polizei verschieden Möglichkeiten zum fliegerischen Dienst zu gelangen. 
  • Eine Möglichkeit ist es mit der Mittleren Reife und dem Mittleren Dienst zum fliegerischen Dienst zu gelangen. Auch hier besteht die Gefahr dass man jedoch nie zum fliegen kommen wird. Die zweite Möglichkeit ist über den gehobenen Dienst und mindestens dem Fachabitur. Dort kann man sich direkt auf den Fliegerischen Dienst bewerben. 
  • 2 Jähriges Polizeistudium 
  • Landesweit versetzbar 
  • Sehr gute Ausbildung 
  • Ausbildung wird bezahlt und bekommt Gehalt während der Ausbildung 
  • Keine Verpflichtungszeit wie bei der Bundeswehr 
3. Möglichkeit (Privatfinanzierung) 
  • Voraussetzungen Medical Klasse 1, starker Wille und Ehrgeiz
  • Kosten für den Berufspilotenschein ca. 110000-150000 € je nach Zusatzqualifikationen
  • Keine Jongarantie nach der Ausbildung 
  • Keine Verpflichtungszeit 
  • Familiengründung sicher leichter möglich als bei der Bundeswehr
  • Du weißt was dich nach der Ausbildung erstmal erwartet. Nichts. Du hast es selbst in der Hand welchen Weg du gehen möchtest. 
  • Ausbildung berufsbegleitend oder in Vollzeit möglich 
Zu Punkt 2
  • Sei dir klar bewusst, was du vor hast. Egal für welchen Weg du dich Entscheidest, aufgeben musst du sicher etwas.
Zu Punkt 3
  • Du brauchst ein Medical Klasse 1 bei allen der drei Wege. Sicher wirst Du nochmal genauer Untersucht bei der Bundeswehr oder Bundespolizei aber ich finde wenn man diesen Weg gehen möchte lohnt es sich vielleicht seinen Gesundheitszustand vorab abklären zu lassen. 
  • Man weiß dann recht schnell woran man ist. (Hierauf komme ich nochmal Zurück)

7. Neue Möglichkeiten

Ich arbeitete nun also wieder als Mechaniker in irgendeiner Werkstatt, dachte ich mir. 
Allmählich konnte ich dies schon gar nicht mehr ertragen. 
Ich wusste irgendwann, dass ich sicherlich nicht dafür geboren wurde Mechaniker zu sein. 
Es machte mir keinen großen Spaß und war immer sehr niedrig angesehen für das was man alles leistete. Es wurde einfach nicht gesehen was man tat und wie schwer manches ist. 
Vielleicht sind dies auch Gründe weshalb ich als Kfz-Mechatroniker nie wirklich Erfolg hatte.
Genauso verlief es auch mit Donauwald Forstmaschinen.
Ich würde gekündigt. 

Für mich war ab da an klar, ich hänge meinen Beruf an den Nagel. Scheiß auf Kfz-Mechatroniker ich mach was anderes. 


Während ich meinen Übergang in die Industrie plante um dort endlich mal etwas Geld zu verdienen, dachte ich zeitgleich über meinen alten Traum nach. PILOT. Ich wollte doch immer Pilot werden. Wieso habe ich da nicht mehr Energie reingesteckt. Was kann ich noch tun damit dies möglich wird.

Während ich so darüber am Grübeln war, kam es wie aus dem Nichts. Der eine entscheidende und bis dahin fehlende Gedanke. Selbstfinanzierung. 

Dass ist es. Wieso kam ich nicht früher auf diesen Gedanken.

Klar wusste ich schon mit beginn diesen Gedankens, dass dies sehr teuer sein würde, aber es wäre machbar mit dem nötigen Ehrgeiz.

In Windeseile plante ich also meine Zukunft die wie folgt aussehen sollte. 


Wechsel zu Continental als instandhalte,  dann werde ich ab dem September 2017 mich spontan bei den Eckert Schulen als Volzeitschüler einschreiben lassen um Meinen Techniker zu machen um wiederum mir meine Pilotenausbildung finanzieren zu können.


Geiler Plan dachte ich mir. Wenn das auch nur noch so kommen würde. Denn oft werden Pläne die man Plant X-mal durcheinander gebracht aufgrund von irgendwelchen Rückschlägen oder Veränderungen im Leben.


Aber eines weiß ich bis dahin trotzdem, wäre ich nicht gekündigt worden und hätte ich es nicht so satt gehabt immer das gleiche zu tun auf das ich keine Lust mehr hatte, wäre ich sicher nicht so schnell auf diesen Weg gekommen. Dafür ein Dankeschön an die Kündigung von Donauwald Forstmaschinen. Dies war die beste Kündigung meines bisherigen Lebens. 

6. Unerwartete Diagnose (Teil 2)

Donauwald Forstmaschienen lautete also mein nächste Arbeitgeber.
Die vielen Wechsel zuvor sind meist auf Unzufriedenheit zurück zu führen, da ich es meist nicht eingesehen habe als Leiharbeiter in irgendeinem Drecks Loch für weniger Geld zu arbeiten als die Festangestellten. 
Ich schreibe dies so Schroff, da ich einfach keine netten Worte dazu finden kann. 
Nach meiner Diagnose Krebs war es für mich aber auch nicht einfach wieder Fuß zu fassen im Arbeitsleben. Ich war einfach nicht mehr so ganz bei der Sache. 

2 Jahre sind nun vergangen als ich Krebs hatte und nun wurde ich das erste Mal seitdem wieder einmal Krank. Noch keine Woche in der neuen Firma und ich bekam, ja was bekam ich eigentlich?
Man wusste es nicht. 

Nach mehreren Wochen von Arzt zu Arzt rennen und weit über 100 Euro Medikamente zuhause, 2 Wochen Krankenhaus etwas Morphium und insgesamt 3 Monate Erholungsphase
Merkte ich wie anstrengend es doch sein kann wenn man eine sehr üble Form vom Pfeiferischen Drüsenfieber bekommt. 
Diese Krankheit war die Hölle. Wenn man nicht wüsste, dass Krebs gerne auch tödlich enden kann, dann war dass Drüsenfieber bei weitem Schlimmer als der Krebs was Schmerzen und leiden betrifft. 

Gott sei dank war das positive an dem ganzen, ich wusste es würde keine Auswirkungen auf meine Flugtauglichkeit haben wenn ich sie aufgrund meiner Krebsdiagnise überhaupt noch bekommen würde. 

Wieder gesund und erholt wusste ich bereits zu diesem Zeitpunkt, dass mich die Leiharbeitsfirma aufgrund meiner langen Krankheit gekündigt hatte mit dem Tag wo ich wieder gesund werden würde. 
Ich wusste aber auch, dass mich die Firma Donauwald trotzdem haben wollte und mich somit direkt angestellt haben. 

Nebenbei erwähnen muss ich, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt meinen Traum etwas aus den Augen verloren hatte. Ich wusste einfach nicht, wie ich noch an ein Abitur kommen sollte wo ich so wenig Interesse für diese Klassischen Schulfächer aufbringen konnte. 

Aber zum Glück blieb noch ein Weg offen, den ich bis dahin noch gar nicht in Betracht gezogen hatte, wie man auch ohne Abitur diesen Weg gehen könnte

5. Das "schreckliche Abitur" (Teil 2)

"Schon wieder in der Schule" dachte ich mir, und war eigenich von Anfang an genervt.
Immer brauchte man für all die tollen Berufe dieses verflixte Abitur. Dabei braucht man doch als Pilot diesen ganzen Müll nicht was man hier lernt. 

Ja, ich hatte echt keine Lust darauf dort zu sitzen und ich hielt es auch dort wieder mal nicht lange aus. 
Auch mit 19 Jahren waren einfach die Interessen nachwievor wo anders grösser als für Mathe, Chemie oder all die anderen Fächer zu lernen. 

Ich lernte in dieser Zeit eine tolle Frau kennen und hatte nur noch sie im Kopf. Ich war hin und weg und widmete ihr all meine Aufmerksamkeit und vernachlässigte natürlich sofort die Schule wo es nur ging. 

Man kann nicht wirklich behaupten, dass dies eine kluge Entscheidung gewesen ist, wo ich doch einmal Pilot werden möchte. 
Trotzdem schmiss ich auch mein Vorhaben, das Abitur über die Berufsoberschule zu erlangen in die Tonne. Mit lauter fünfen zum Probezeit Ende als Fortgangsnote hatte ich auch keine andere Wahl. 

Es begann eine harte Zeit für mich von mehreren Jobwechsel über Arbeitslosigkeit zur Leiharbeit was für mich nur eine Art von moderner Sklaverei ist bis hin zu einer Leiharbsitsfirma die mich zu Donauwald Forstmaachienn vermittelte. Die Firma, die den Wendepunkt brachte und mich auf einen ganz neuen Weg zu meinem Traum leiten würde. 

4. Unerwartete Diagnose (Teil 1)

Um Pilot werden zu können, wird vorausgesetzt, dass man eine gewisse Gesundheitliche Eignung dafür besitzt.

Hierfür gibt es die sogenannten Medicals in drei verschiedenen Klassen eingeteilt. 



  • Medical Class 1 für Berufspiloten und Personenbeförderung 
  • Medical Class 2 fur Privatpiloten 
  • Medical Class 3 für Flugfeldarbeiter 

Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht wie man an dieses Medical kommt aber ich wusste man muss Top Fit sein. Nur da lag mein Problem. Es sollte anders kommen. 

Wenige Tage vor meinem 19. Geburtstag bekam ich die Diagnose "Malignes Melanom". 

Hinter diesem Begriff versteckt sich die unschöne Krankheit, Schwarzer Hautkrebs. 

Nun hatte ich wohl zwei Probleme mit denen ich zu kämpfen hatte. 


Kein Abitur und Hautkrebs. 


Das erste würde sich noch beheben lassen aber was war mit meiner Gesundheit? 


Zugegeben, meine Diagnose verlangte einiges von mir ab. Dass "Ich will Pilot Werden" rückte primär auch in den Hintergrund. 

Zudem erhielt ich einen Brief von meiner Firma, dass ich nach meiner Ausbildung nicht übernommen werden würde. 

Bei den Stadtwerken sei es jedoch üblich gewesen, dass alle Azubis mit einem Schnitt besser als 3,0 übernommen werden müssen.  Ob meine lange Arbeitsunfähigkeit damit zusammenhängt? Man kann nur spekulieren. 


Nachdem ich das schlimmste Überstanden hatte was meinen Krebs betrifft, absolvierte ich während meiner Erholungsphase noch Erfgreich meine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker mit besser als 3.0, verhandelte mit der Konzernsführung, ich dürfe bleiben bis die Berufsoberschule beginnt und widmete mich ab da an wieder meinem Traum ohne eigentlich zu wissen, ob ich überhaupt jemals Gesundheitlich dazu in der Lage sein würde. 

Aus einem anderen Grund hätte ich sonst niemals freiwillig versucht das Abitur zu erlangen. 





Sonntag, 20. Oktober 2019

3. Das "schreckliche Abitur" (Tei 1)

Faktisch war für mich also klar, um Pilot zu werden brauche ich ein Abitur. 

Meinen ersten Versuch dafür startet ich mit dem einschreiben an einem Abendgymnasium in Regensburg parallel zu meiner Ausbildung. 
Ich ging also von 7.00 Uhr bis 15.30 in meine Arbeit und im Anschluss von 18.00 - 21.30 Uhr auf das Abendgymnasium. 

Ich muss dazu sagen, dass ich nie wirklich der geborene Typ zum lernen gewesen bin und mich das Abitur Ansich eigentlich kein bischen Interessiert hat sonst wäre ich sicher früher nicht auf der Hauptschule gelandet sondern auf einem Gymnasium. 

Nach nur 3 Monaten Abendgymnasium brach ich dieses Vorhaben ab. 
4 Jahre lang hätte ich jeden Abend dafür aufbringen müssen an mein Abitur zu kommen. Für mich war dies schnell ein Ding der Unmöglichkeit. 
Dazwischen hatte ich noch eine Blinddarm OP und fehlte sowieso von der Schule. 

Als ich mein Vorhaben mit dem Abendgymnasium abgebrochen habe, da war ich grade 17 Jahre alt, nahm ich mir erstmal vor, meine Ausndung fertig zu machen.
Beides auf einmal ist es zu solch einer Zeit nicht wert. 

Ich würde also raten: Wenn du ein halbwegs normaler Typ bis und damit meine ich jemanden der genauso wie Ich eine Ausbildung durchläuft, kein Obergenie in der Schule war weil er lernen nicht als sein Lieblingshobby angesehen hat und trotzdem noch leben möchte nach dem er von der Arbeit nach Hause gekommen ist, dann fange niemals ein Abendgymnasium an oder eine Abendschule.
Klar kann es passieren dass jemand behauptet, das man dies schaffen könne, aber nicht während einer Ausbildung als blutjunger Teenager. Dafür sind die Interessen an alternativen Dingen einfach auf Dauer zu groß. Und ich würde es bereuen wenn ich meine Jugend für diese Schule hergeben hätte. Es gibt bessere Möglichkeiten als sich in diesem Alter 4 Jahre lang in solch eine Schule zu setzen!

Die Alternative die als nächst beste Möglichkeit auf der Hand lag, war die Berufsoberschule. Diese lag aber noch etwas entfernt, da ich ja erst meine Ausbildung fertig machen musste. 

Zeit genug also, um sich seinem Traum nochmal bewusst zu werden, Informationen einzuholen und Däumchen zu drehen. 

Oder um mit einem Tag auf den anderen alles so zu verändern das dein Traum erstmal scheiß egal sein wird und du dich fragen musst, ob es soweit überhaupt noch kommen wird deinen Traum zu leben oder zu erleben.