- Den Entschluss zu fassen was man wirklich möchte nämlich Pilot werden zu wollen
- Sich Gedanken darüber zu machen, welche Möglichkeiten es gibt diesen Weg zu verwirklichen
- Sich um sein Medical Klasse 1 zu kümmern
- Wenn es nicht gleich klappt nicht aufgeben
- Was ist dir wichtig
- Ort, Hubschrauber, Art der Ausbildung
- Überlege dir wo du die Ausbildung machen möchtest
- mache dich mit der Flugschule vertraut und absolviere eine Probeflugstunde
- Erarbeite die ein Konzept wie du dich an deinem neuen Wohnort integrieren möchtest
- Bedenke, dass dein neuer Wohnort eventuell andere Gesetze, Steuersystem und Sozialsystem besitzt. Mache dich auch damit vertraut.
- Beginne mit der Ausbildung
Welcome and departure to your dream
(Dokumentarischer Blog "Wie werde ich Pilot")
Nochmals herzlich willkommen in meinem Blog.
Ich möchte dich hier in eine Welt der Träume entführen, besser gesagt, Ich möchte dir zeigen wie man seinen Traum zum Leben erweckt.
Schnalle dich an, lehne dich zurück und hebe gemeinsam mit mir ab.
Riesig freuen würde es mich natürlich, dir Möglichkeiten aufzuzeigen wie du so ein Vorhaben angehen könntest, was dich auf diesem Weg erwartet und was man dafür eventuell für Opfer bringen muss aber auch positive Erfahrungen erhält.
Viel Spaß und Freude am lesen
Der Möchtegernpilot
Alle Angaben und Auskünfte sind ohne Gewähr auf Korrektheit da sich jederzeit Richtlinien und Möglichkeiten ändern können die ich nachträglich nicht mehr berücksichtigen werde.
Sonntag, 1. März 2020
17. Zusammenfassung
16. Das Auswandern
Dennoch möchte ich meinen Weg schildern.
Dennoch bin ich erstmal ausgewandert ohne einen Job zu haben.
Wichtig zu wissen ist auch, dass man für die meisten Verträge die Aufenthaltserlaubnis benötigt sowie bei uns den Personalausweis. Ohne diesen kann man hier zum Beispiel keinen Handyvertrag abschließen welcher aber sehr Sinnvoll ist in der Schweiz.
Was ich vergessen hatte zu erwähnen ist, der Abschluss einer Versicherung bei einer Krankenkasse. Auch hier unterscheidet sich die Schweiz stark von Deutschland.
In der Schweiz ist es so, dass man die Beiträge in die Krankenkasse selbst bezahlt und eine Jährliche Selbstbeteiligung an den Arztkosten hat. Ähnlich wie bei einer Autoversicherung.
Man muss auch hier für sich entscheiden welches Modell man Auswählt.
Leider oder Gott sei dank passte das Verhältnis zwischen dem Bauern und mir am Ende nicht so wie angenommen.
Zum Glück deshalb, weil ich dadurch näher zu meiner Arbeit gekommen bin, neue Möglichkeiten gesehen habe und ich nun weitere neue Kontakte in meiner WG knüpfen konnte.
Schnell gesagt wurde ich vom Bauernhof rausgeschmissen ^^ aber dennoch behalte ich Ihn in sehr guter Erinnerung auch wenn es anfangs sehr schwer gefallen ist. Man muss hier vielleicht auch etwas taff sein und wieder aufstehen. Man will ja schließlich Pilot werden und da darf man sich nicht so schnell klein kriegen lassen. ;)
15. Die Qual der Wahl (Wucher Helicopter Österreich)
Ich kontaktierte somit zum einen Swiss Helicopter als auch Wucher Helicopter.
Sonntag, 12. Januar 2020
14. Wahl der richtigen Flugschule (nützliches)
Eine lokale Flugschule die nur eine Flugschule/Charter besitzt kann schnell in die Situation geraten, pleite zu werden. Sie besitzen nur ein Standbein und das, ist die Schule. Läuft diese schlecht, wird es dem Unternehmen auch irgendwann schlecht gehen. Es wäre sehr ärgerlich wenn sein investiertes Geld plötzlich weg ist und man noch mit nichts da steht.
Dadurch dass ein Unternehmen zum Beispiel neben der Flugschule noch Transport, Rundflüge, Chater und/oder Rescue betreibt, ist man bereits viel Näher am Geschehen mit dran. Man erlernt das fliegen nicht rein durch Fluglehrer sondern von Berufspiloten die auch in anderen Bereichen beschäftigt sind. Zudem kann man leichter Kontakte knüpfen und dies kann bei der Job Wahl entscheidend sein.
Die Wahl des Schulungs-Helicopters.
Es gibt 3 gängige Hubschrauber die in Flugschulen verwendet werden.
- Der Robinson R22
- Der Schweizer 300
- Der Guimbal Cabri G2
Mit meinem Gehalt in Deutschland wäre es nicht möglich gewesen Geld auf die Seite für die Ausbildung zu legen. Ich bin daher in ein Land gezogen wo es meiner Meinung nach unter gewissen Umständen möglich ist.
Abgesehen vom Hubschrauber war dies für mich auch ein sehr wichtiger Grund. Ich habe zwei Unternehmen angeschrieben. Das eine hat sich schnell interessiert gezeigt, das andere eher nicht so.
Ich habe dann die Flugstunde bei dem Unternehmen ausgemacht, die mir entgegenkommender wirkten.
Mittwoch, 1. Januar 2020
13. Der Flugsimulator
Zur Auswahl standen nun die Firma Wucher Helikopter in Österreich
Es werden einem die Steuerung des Helis, die wichtigsten Instrumente und ein paar Flugmanöver erklärt.
12. Kurzer Zwischenbericht (aktuelle Lage)
Dies hat mehrer Gründe.
Das Auswandern in ein neues Land mit neuen Gesetzen und Regeln und einer anderen Mentalität der Menschen wie jene die man bisher gewohnt war, ist sehr schwer.
Es klappt oft nichts so wie man es sich gewünscht hätte und oft erleidet man Rückschläge bis man Fuß gefasst hat.
Bei mir ist es seit einiger Zeit so.
Ich habe zwar erfreulicherweise nach meiner Einwanderung schnell einen Job ergattern können, jedoch stellte er sich mittlerweile als eine richtige Qual für mich heraus.
Versprechungen welche mir gemacht wurden, werden nicht mehr eingehalten und ein Gefühl von "ich bin permanent am Arbeiten ohne Zeit für mich selbst" ereilt mich.
Hinzu kam ein Umzug vor ein paar Monaten im September innerhalb der Schweiz, was mich auch sehr unerwartet getroffen hatte.
Mehrere Autopannen mit meinem alten Fahrzeug, mit meinem neuen Fahrzeug ein Unfall welcher auch nicht ganz Spurlos vorüber ging.
Aktuell ist es so, dass ich viel Zeit damit verbringe stark zu bleiben, mir keinen Druck zu machen und mein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Dabei stecke ich aber seit einiger Zeit in meinem Privatleben ein. Ich habe aufgrund der großen Unlust in die Arbeit zu gehen, aufgrund permanenter Überstunden, keine Anerkennung vom Chef, Versprechen die nicht gehalten wurden und und und, wenig Motivation im Anschluss mich noch für etwas aus meinem Privatleben zu begeistern. Mir fehlt schlichtweg die Energie dafür.
Am liebsten würde ich Sport machen, mich um meine Flugausbildung mehr kümmer können oder einem Ehrenamt folgen. Aktuell steht aber eher an: Jobwechsel, Autounfall gut vorbei bringen, und etwas meine innere Ruhe wieder finden. Zudem arbeite ich trotzdem Bereits an der Theorie meiner Ausbildung.
Ich hoffe die Lust geht nicht Verloren trotzdem hin und wieder in den Blog zu sehen. Es werden definitiv Updates kommen.
Die nächsten Punkte werden dann sicher sein: Wieso Schweiz und die Entscheidung für die Flugschule dort, der Beginn der Ausbildung. Ab da an versuche ich Teile der Theorie mit einfließen zu lassen in Form von Bildmaterial wobei ich noch nicht sicher weiß wie ich es am besten Anstellen werde.
Danke für Euer Verständnis und ein gutes neues Jahr von mir :)
Mittwoch, 6. November 2019
10. Der lange Weg zum Medical
Allerdings wusste ich auch, dass der Arzt meine Vorerkrankung dem LBA (Luftfahrtbundesamt) melden musste.
Und hier begann der ganze Mist.
Das LBA forderte, dass ich mich in Fürstenfeldbruck bei der Luftwaffe vorstelle um ein erneutes Gutachten über mich ergehen zu lassen.
Gesagt, getan.
Innerhalb von einem Monat hatte ich diesen Termin auch und bin dorthin gefahren.
Zuvor habe ich schnell noch die aktuellsten Nachsorgeuntersuchungsbefunde zusammen getragen um meinen aktuellen Gesundheitszustand darlegen zu können.
Dort angekommen erwarteten mich wieder einige Tests. Im Grunde handelte es sich hierbei um eine Nachsorgeuntersuchung wie es nach Ablauf des 1 Jährig Gültigen Medicals der Fall gewesen wäre. Orinprobe, Blutprobe, Lungenvolumentest, Allgemeiner Sehtest.
Zusätzlich wurde angeordnet, ein Herzecho und ein Belastungs EKG.
Am Ende gab es noch ein Gespräch mit dem Leitenden Arzt der Abteilung für Innere Medizin.
Ich hoffte hier auf ein positives Gespräch da ich dachte gut abgeschnitten zu haben, doch leider war dies nicht der Fall.
Als erstes durfte ich mir nämlich einen Ordentlichen Anschiss abholen.
Ich musste mir in einem Sehr direkten Ton anhören, was ich mir dabei gedacht habe, nur die letzten Befunde meiner Erkrankung mit zunehmen und nicht alle der letzten 3 Jahre.
"Auf diesem Stuhl, wo auch Sie gerade sitzen, dort sitzen Piloten vom DRF, von Red Bull, dem ADAC und was weiß ich noch alles und alle zeigen Verantwortung. Wenn sie Pilot werden wollen, dann zeigen sie Verantwortung. Sie, wollen fliegen. Ich hab schon alles geflogen was es zu fliegen gibt und ich bin derjenige der darüber entscheiden wird ob sie das dürfen oder nicht. Also schauen sie dass sie die Befunde nachreichen ansonsten kann ich diese Beurteilung nicht geben"
Es war sicher nun kein 100% Zitat aber so ungefähr war es durchaus.
Innerlich bin ich richtig eingegangen. Ich wusste er hatte recht mit dem was er sagte und konnte somit nichts dagegen sagen und es nur über mich ergehen lassen. Zudem war ich solch einem Ton noch nie begegnet, schongleich gar nicht von einem Arzt. Da erwartet man ja meist einen ruhigen und besänftigen Ton.
Wiedereinmal ging ich also nach Hause ohne etwas in der Hand zu haben oder zu wissen wie es ausgeht.
In Windeseile habe ich nun alle Unterlagen die es gab eingereicht. Wenn noch was fehle so sollten sie mir bescheid geben schrieb ich auf einem Brief dazu.
Mehrere Wochen vergingen bis ich mich bei der Luftwaffe erneut meldete um in Erfahrung zu bringen, was aus meinem Medical geworden ist.
Hierbei wurde mir mitgeteilt, dass der Arzt aktuell noch nicht dazu gekommen sei mein Medical zu bearbeiten. Ich solle mich doch noch etwas gedulden.
Die nächste Warterunde begann.
Mittlerweile habe ich begonnen, an den Eckert Schulen in Regenstauf, meinen Techniker in Vollzeitunterricht durchzuziehen.
Irgendwann, so nach miterweile einem halben Jahr, meldete ich mich erneut bei der Luftwaffe.
Mir wurde dort freundlich mitgeteilt, dass der Arzt aktuell im Urlaub wäre und die Akte immer noch in Bearbeitung ist. Ich wurde wieder vertröstet und sollte warten.
Die Wochen sind nur so verstrichen und ich wurde allmählich leicht angepisst.
Ich fragte mich, was wohl passiert, wenn mein Medical, besser gesagt die 1. Untersuchung abgelaufen ist, bevor ich überhaupt das Medical als Amtliches Dokument erhalten habe.
Erneut rief ich bei der Bundeswehr an. Wieder fragte ich das übliche.
Diesmal hat man mir mitgeteilt, der Arzt wäre krank.
Beim nächsten Mal fehlte noch ein Befund
Diesen habe ich per Einschreiben am nächsten Tag eingeschickt
Dann war der Arzt wieder krank
Mittlerweile ist über ein Jahr vergangen.
Mir wurde dann mitgeteilt den Arzt gibt es gar nicht mehr. Und mein Befund nicht
weitergereicht worden.
Ich habe nun etwas Text abgekürzt
Nun kam es natürlich so, dass mir mitgeteilt wurde, meine Untersuchungen wären abgelaufen und eine Beurteilung wäre somit nicht möglich. Genau das, was ich mich einst gefragt hatte, ist eingetreten.
Das LBA beauftragte nun die Luftwaffe eine erneute Erstuntersuchung durchzuführen.
Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie es mir nach gut 1,5 Jahren des hin und her, ging.
Ich war richtig richtig angepisst.
Aber was solls dachte ich mir und vereinbarte eine Termin.
Was soll jetzt noch schief gehen dachte ich optimistisch und habe mich auf den Termin richtig gefreut der morgen schon sein wird, dachte ich weiterhin.
Plötzlich klingelte das Telefon. Es war, wie sollte es auch anders sein, Fürstenfeldbruck.
"Herr Brandt, wissen Sie eigentlich, dass sie ein Schädel MRT mitbringen müssen“?
Sagte die Frau am anderen Ende der Leitung.
Ich fiel vom Glauben ab, in dem Moment als sie das sagte.
Denn ich wusste genau, dass ich es nicht wusste, einen MRT Befund mit zubringen und ich wusste auch, dass ich es bis morgen auch nicht schaffen würde einen aufzutreiben.
Die Frau von FFB meinte nur, ich könne es günstig für 600 Euro bei Ihnen machen lassen.
Mag sein, dass dies günstig für ein MRT ist. Für mich als Schüler war es dies aber nicht.
Ich winkte ab und verschob den Termin. Ich fluchte innerlich nurnoch.
Beim LBA teilte man mir mit, dass sie von einem erteilten MRT nichts wüssten und dass dies von FFB ausgehen muss.
FFB teilte mir allerdings zuvor mit, dass das LBA dafür verantwortlich hätte sein müssen.
Es war ein Hin und her und mir verging wirklich die Lust und die Nerven.
Mittlerweile sind gut 1,75 Jahre seit meiner ersten Erstuntersuchung vergangen.
Innerhalb der nächste 2 Wochen habe ich es glücklicherweise geschafft, einen MRT Befund aufzutreiben und die Möglichkeit zu bekommen innerhalb wieder 2 Wochen nach FFB zu kommen um endlich meine "Erstuntersuchung" über mich ergehen zu lassen.
Die Untersuchung dauerte den ganzen Tag. Etwas länger als die erste.
Wie auch bei der damaligen Erstuntersuchung war ich total übermüdet, da ich auch hier aufgrund innerliche Unruhe oder Nervosität nicht schlafen konnte.
Zudem kam hinzu, dass ich aufgrund der Augenuntersuchung und den verabreichten Augentroofen nicht mit dem Auto sondern mit dem Zug fahren musste.
Dummerweise und zu meinem Pech kam hinzu, dass die Bahn an diesem Tag streikte. Wir wurden alle um, 4 Uhr morgens in Landsuth rausgeschmissen. Es war kalt, es hat geregnet und der Wind ging.
Ich war schon jetzt wieder richtig angepisst jedoch zu müde um es mir anmerken zu lassen.
Mit einem Taxi für 140 Euro machte ich mich auf den Weg nach FFB so ich vor erstmals verschlossenen Toren stand da der Einlass erst um 6. 30 beginnen würde.
Irgendwann hatte ich aber auch dies überwunden und hab etwas teilnahmslos die Untersuchungen über mich ergehen lassen.
Bei den Augenuntersuchungen war ich mir diesmal nicht mehr ganz so sicher ob diese so gut ausfallen werden wie damals in Stuttgart.
Doch auch diese habe ich geschafft.
Beim Abschluss Gespräch mir dem Leiter der Flugmedizin (ein ziemlich hohes Tier) , er hatte es nämlich bereits zu seinem persönlichem Anliegen gemacht mich endlich erfolgreich beurteilen zu können, wurde mir mitgeteilt dass ich Flugtauglich bin mit Sonderauflagen.
Über die Kostenübernahme der letzten zwei Jahre solle ich mir keine Gedanken machen.
Es wären ca. 750€ angefallen.
In dem Moment dachte ich mir.
Wow... Und das war alles. Dafür 2 Jahre dieser Aufwand.
Klar, es ist genau das was ich wollte aber es ist durchaus ein komischer Gedanke und Moment, etwas nach 2 Jahren erreicht zu habe was andere auf einen Tag machen. Es sollte ursprünglich nur eine Untersuchung sein und ein "Ja" oder "Nein" werden.
Das Medical bekam ich einige Wochen darauf vom LBA aus zugeschickt mit der Bedingung, ich müsse jährlich meinem Verantwortlichen Fliegerarzt ein Schädel MRT vorlegen.
Eine Sonderauflage mit der ich gut Leben kann.
Fazit oder Tip an alle denen es auch so gehen könnte.
Gebt nicht einfach so auf nur weil es nicht von anfang an klappt wie es soll oder weil es den Anschein haben könnte es wird sowieso nichts.
Wenn es euer Traum ist, dann beisst euch durch. Es könnte sich durchaus lohnen auch wenn der Weg Steinig ist oder erstmal mehr Steine hinzukommen als was man überwinden kann.
Ich bin jedenfalls froh die Nerven bis zum Schluss nicht zu 100% verloren zu haben.
Dienstag, 22. Oktober 2019
9. Das Medical
Was ist dieses "Medical" eigentlich?
Das Medical ist ein über dich erstelltes Medizinisches Gutachten. Es bestätigt den Behörden
einen gewissen gesundheitlichen Standart, der es dir möglich macht, Luftfahrzeuge bewegen zu dürfen mit der gewissen Ausbildung.
Wenn man noch kein Medical besitzt, wie es bei den meisten der Fall sein wird die diesen Weg neu für sich entdeckt haben, so muss eine erst Untersuchung durchgeführt werden.
Im Normalfall geht man für Flugmedizinische Angelegenheiten zu einem Fliegerarzt der dir deinen Gesundheitszustand bestätigt. Bei der erst Untersuchung ist dies jedoch nicht möglich.
Aufgrund des Umfangs dieser Untersuchung wird diese in speziellen Einrichtungen durchgeführt von denen es nur eine Handvoll in Deutschland gibt.
Mein Weg ging nach Stuttgart. Das Aeeomedical Center welches sich am Cargo Flughafen Stuttgart befindet, ist ein sehr guter Ort um sein Medical zu erlangen.
Der Vorteil dieser Einrichtung liegt in einer speziellen Augenuntersuchungsmethode.
Diese Untersuchung dient dazu, den Augenhintergrund zu untersuchen. Alles was sich hinter deiner Pupille befindet (Sehnerv und Äderchen) kann man dabei sehen.
Normalerweise bekommt man für diese Untersuchung Augentropfen, die die Puppillen erweitern, um mittels einer Starken Lichtquelle und Spiegel, hindurch zu sehen. Man darf dann eine ganze Weile (12-24 Stunden) kein Auto mehr bewegen.
In Stuttgart gibt es eine Möglichkeit, dies ohne Augentropfen durchzuführen und man hat im Anschluss keine Beeinträchtigungen.
Hier wird es Mithilfe einer Speziellen Kamera gemacht, welche durch dein Auge durchfotografiert.
Anderweitige Untersuchungen sind z. B. Blutdruck, Ruhe EKG, Orintest, Augeninnendruck, Sehtest bei Dämmerung- und Blendeinwirkung, Sichtfeld, 3d Sehen, Fsrbenblindheitstest,
Und sicher noch ein Paar Dinge die mir nicht mehr einfallen.
Am Ende gibt es ein Gespräch mit dem Arzt, der dir noch ein Paar Fragen stellt und eine Beurteilung ausspricht.
Im besten Falle bekommst du im Anschluss dann gleich dein Medikal ausgehändigt.
Für diesen Tag darfst du sicher einen ganzen Tag einplanen.
Du solltest zudem am Vortag viel trinken und unbedingt Fit sein um gute Werte abzuliefern.
Neuerdings muss zudem ein Psychologischer Test durchgeführt werden. Leider kann ich dazu nichts Näheres erläutern.
Das Medical welches du dann erhältst ist ausschließlich in der EU gültig. Für Amerika bräuchtest du ein separates Medical welches du auch im Aeromedical Center durchführen kannst. Es ist zudem nur für ein Jahr gültig danach muss bei einem Fliegerarzt eine Nachuntersuchung durchgeführt werden im Jährlichen Rhythmus.
Die Kosten für diesen Gesundheitscheck liegen bei ca 400-500 Euro.
Solltest du nun bedenken haben ob du das Tauglichkeitszeugnis bekommst oder nicht, weil dir vielleicht etwas fehlt, dann rate ich dir es trotzdem zu probieren.
Es ist durchaus möglich zu fliegen ohne 100% Gesund zu sein. Der Weg um an sein Medical zu kommen ist dann eventuell etwas aufwändiger jedoch nicht unmöglich. Das Luftfahrtbundesamt hat hier etwas Spielraum gelassen sodass man mit Sonderauflagen fliegen darf.
In meinem Fall dauerte dieser Prozess ca 2 Jahre, 2 Erstuntersuchungen und eine erweiterte 2. Untersuchung um an mein Medical zu gelangen. Aber dazu schreibe ich im nächsten Eintrag.
Montag, 21. Oktober 2019
8. Wissenswertes (nützliches)
Was sollte einem also bis hier her bewusst sein.
1. Mache dich über die aktuellen Möglichkeiten schlau welche Wege es gibt denn jeder Weg hat seine Vor- aber auch Nachteile.
2. Sei dir bewusst, dass dieser Weg sehr schwer werden wird und damit meine ich noch nicht die Schwierigkeiten was die Theorie oder Praxis betrifft. Man muss eventuell einiges Aufgeben. Familie, Freunde, Heimat, Vereine, vieles was einem einfach wichtig ist.
3. Du brauchst auf alle Fälle ein Medical der Klasse 1 um Commerziel fliegen zu dürfen
Zu Punkt 1:
1. Möglichkeit Bundeswehr (stand Anfang 2019)
- Voraussetzung = Mittlere Reife oder Fachabitur. Du kannst mit der Mittleren Reife den fliegerischen Dienst über die Feldwebel Laufbahn erreichen. Du musst dich also immer weiter quifizieren. (Nachteil hierbei ist, du hast keine Garantie, dass du es jemals zum fliegen schaffen wirst. Mit dem Fachabitur kannst du dich für die Fachoffizierslaufbahn Fliegerischen Dienstes Bewerben. (Vorteil, Du bewirbst dich direkt auf den fliegerischen Dienst. Das heißt: wirst du für Flugtauglich befunden und hast die Einstellungstests geschafft bist du dabei bei der Ausbildung zum Piloten und zu nichts anderem. Solltest du Fluguntauglich für die Bundeswehr sein kannst du immernoch sagen, Gut dann Tschüss Bundeswehr ohne dich verpflichten zu müssen.
- Die Bundeswehr bezahlt dir die Ausbildung und du bekommst zudem ein Gehalt
- Die Verpflichtungszeit beträgt 16 Jahre mit wechselnden Einsatzgebieten
- Die Bundeswehr ist leider am Absteigenden Ast. Rüstungsabbau, Einsparen wo es nur geht auch bei dem Fliegerischen Diensten. Somit sind es eventuell wenige Flugstunden im Jahr nach der Ausbildung. (Quellenangaben Medienangaben, Aussagen von Politikern über das Budget der Bundeswehr, Haushaltsplan)
- Fliegerische Ausbildung beim Heer, Marine und Luftwaffe möglich. Es gibt jedes Jahr auch Schnupperwochen wo man die Bundeswehr bis zu einer ganzen Woche lang begleiten darf. Hierfür einfach Infos einholen bei einem der Beratungsstellen
- Sicherlich gute Ausbdung aufgrund verschiedenster Hubschraubertypen
- Familie gründen eher schwieriger aufgrund Auslandseinsätze
- Voraussetzung mittlere Reife oder Fachabitur. Ähnlich wie bei der Bundeswehr gibt es bei der Polizei verschieden Möglichkeiten zum fliegerischen Dienst zu gelangen.
- Eine Möglichkeit ist es mit der Mittleren Reife und dem Mittleren Dienst zum fliegerischen Dienst zu gelangen. Auch hier besteht die Gefahr dass man jedoch nie zum fliegen kommen wird. Die zweite Möglichkeit ist über den gehobenen Dienst und mindestens dem Fachabitur. Dort kann man sich direkt auf den Fliegerischen Dienst bewerben.
- 2 Jähriges Polizeistudium
- Landesweit versetzbar
- Sehr gute Ausbildung
- Ausbildung wird bezahlt und bekommt Gehalt während der Ausbildung
- Keine Verpflichtungszeit wie bei der Bundeswehr
- Voraussetzungen Medical Klasse 1, starker Wille und Ehrgeiz
- Kosten für den Berufspilotenschein ca. 110000-150000 € je nach Zusatzqualifikationen
- Keine Jongarantie nach der Ausbildung
- Keine Verpflichtungszeit
- Familiengründung sicher leichter möglich als bei der Bundeswehr
- Du weißt was dich nach der Ausbildung erstmal erwartet. Nichts. Du hast es selbst in der Hand welchen Weg du gehen möchtest.
- Ausbildung berufsbegleitend oder in Vollzeit möglich
- Sei dir klar bewusst, was du vor hast. Egal für welchen Weg du dich Entscheidest, aufgeben musst du sicher etwas.
- Du brauchst ein Medical Klasse 1 bei allen der drei Wege. Sicher wirst Du nochmal genauer Untersucht bei der Bundeswehr oder Bundespolizei aber ich finde wenn man diesen Weg gehen möchte lohnt es sich vielleicht seinen Gesundheitszustand vorab abklären zu lassen.
- Man weiß dann recht schnell woran man ist. (Hierauf komme ich nochmal Zurück)
7. Neue Möglichkeiten
Allmählich konnte ich dies schon gar nicht mehr ertragen.
Ich wusste irgendwann, dass ich sicherlich nicht dafür geboren wurde Mechaniker zu sein.
Es machte mir keinen großen Spaß und war immer sehr niedrig angesehen für das was man alles leistete. Es wurde einfach nicht gesehen was man tat und wie schwer manches ist.
Vielleicht sind dies auch Gründe weshalb ich als Kfz-Mechatroniker nie wirklich Erfolg hatte.
Genauso verlief es auch mit Donauwald Forstmaschinen.
Ich würde gekündigt.
Für mich war ab da an klar, ich hänge meinen Beruf an den Nagel. Scheiß auf Kfz-Mechatroniker ich mach was anderes.
Während ich meinen Übergang in die Industrie plante um dort endlich mal etwas Geld zu verdienen, dachte ich zeitgleich über meinen alten Traum nach. PILOT. Ich wollte doch immer Pilot werden. Wieso habe ich da nicht mehr Energie reingesteckt. Was kann ich noch tun damit dies möglich wird.
Während ich so darüber am Grübeln war, kam es wie aus dem Nichts. Der eine entscheidende und bis dahin fehlende Gedanke. Selbstfinanzierung.
Dass ist es. Wieso kam ich nicht früher auf diesen Gedanken.
Klar wusste ich schon mit beginn diesen Gedankens, dass dies sehr teuer sein würde, aber es wäre machbar mit dem nötigen Ehrgeiz.
In Windeseile plante ich also meine Zukunft die wie folgt aussehen sollte.
Wechsel zu Continental als instandhalte, dann werde ich ab dem September 2017 mich spontan bei den Eckert Schulen als Volzeitschüler einschreiben lassen um Meinen Techniker zu machen um wiederum mir meine Pilotenausbildung finanzieren zu können.
Geiler Plan dachte ich mir. Wenn das auch nur noch so kommen würde. Denn oft werden Pläne die man Plant X-mal durcheinander gebracht aufgrund von irgendwelchen Rückschlägen oder Veränderungen im Leben.
Aber eines weiß ich bis dahin trotzdem, wäre ich nicht gekündigt worden und hätte ich es nicht so satt gehabt immer das gleiche zu tun auf das ich keine Lust mehr hatte, wäre ich sicher nicht so schnell auf diesen Weg gekommen. Dafür ein Dankeschön an die Kündigung von Donauwald Forstmaschinen. Dies war die beste Kündigung meines bisherigen Lebens.
6. Unerwartete Diagnose (Teil 2)
5. Das "schreckliche Abitur" (Teil 2)
4. Unerwartete Diagnose (Teil 1)
Hierfür gibt es die sogenannten Medicals in drei verschiedenen Klassen eingeteilt.
- Medical Class 1 für Berufspiloten und Personenbeförderung
- Medical Class 2 fur Privatpiloten
- Medical Class 3 für Flugfeldarbeiter
Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht wie man an dieses Medical kommt aber ich wusste man muss Top Fit sein. Nur da lag mein Problem. Es sollte anders kommen.
Wenige Tage vor meinem 19. Geburtstag bekam ich die Diagnose "Malignes Melanom".
Hinter diesem Begriff versteckt sich die unschöne Krankheit, Schwarzer Hautkrebs.
Nun hatte ich wohl zwei Probleme mit denen ich zu kämpfen hatte.
Kein Abitur und Hautkrebs.
Das erste würde sich noch beheben lassen aber was war mit meiner Gesundheit?
Zugegeben, meine Diagnose verlangte einiges von mir ab. Dass "Ich will Pilot Werden" rückte primär auch in den Hintergrund.
Zudem erhielt ich einen Brief von meiner Firma, dass ich nach meiner Ausbildung nicht übernommen werden würde.
Bei den Stadtwerken sei es jedoch üblich gewesen, dass alle Azubis mit einem Schnitt besser als 3,0 übernommen werden müssen. Ob meine lange Arbeitsunfähigkeit damit zusammenhängt? Man kann nur spekulieren.
Nachdem ich das schlimmste Überstanden hatte was meinen Krebs betrifft, absolvierte ich während meiner Erholungsphase noch Erfgreich meine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker mit besser als 3.0, verhandelte mit der Konzernsführung, ich dürfe bleiben bis die Berufsoberschule beginnt und widmete mich ab da an wieder meinem Traum ohne eigentlich zu wissen, ob ich überhaupt jemals Gesundheitlich dazu in der Lage sein würde.
Aus einem anderen Grund hätte ich sonst niemals freiwillig versucht das Abitur zu erlangen.

