Nochmals herzlich willkommen in meinem Blog.


Ich möchte dich hier in eine Welt der Träume entführen, besser gesagt, Ich möchte dir zeigen wie man seinen Traum zum Leben erweckt.


Schnalle dich an, lehne dich zurück und hebe gemeinsam mit mir ab.


Riesig freuen würde es mich natürlich, dir Möglichkeiten aufzuzeigen wie du so ein Vorhaben angehen könntest, was dich auf diesem Weg erwartet und was man dafür eventuell für Opfer bringen muss aber auch positive Erfahrungen erhält.

Viel Spaß und Freude am lesen


Der Möchtegernpilot



Alle Angaben und Auskünfte sind ohne Gewähr auf Korrektheit da sich jederzeit Richtlinien und Möglichkeiten ändern können die ich nachträglich nicht mehr berücksichtigen werde.

Sonntag, 1. März 2020

17. Zusammenfassung

Da als nächster Schritt nun der Beginn der Ausbildung kommt, schreibe ich nochmal zusammengefasst auf, was wichtig ist.


  • Den Entschluss zu fassen was man wirklich möchte nämlich Pilot werden zu wollen 
  • Sich Gedanken darüber zu machen, welche Möglichkeiten es gibt diesen Weg zu verwirklichen 
  • Sich um sein Medical Klasse 1 zu kümmern 
    • Wenn es nicht gleich klappt nicht aufgeben
  • Was ist dir wichtig
    • Ort, Hubschrauber, Art der Ausbildung 
  • Überlege dir wo du die Ausbildung machen möchtest
    • mache dich mit der Flugschule vertraut und absolviere eine Probeflugstunde
  • Erarbeite die ein Konzept wie du dich an deinem neuen Wohnort integrieren möchtest
    • Bedenke, dass dein neuer Wohnort eventuell andere Gesetze, Steuersystem und Sozialsystem besitzt. Mache dich auch damit vertraut. 
  • Beginne mit der Ausbildung
Es ist nur eine sehr grobe Zusammenfassung für die Details bitte ich den entsprechenden Abschnitt zu lesen. 

16. Das Auswandern

Beim Auswandern ist es eigentlich gut einen Plan zu haben wie man es am besten angeht. 
Ich dachte eigentlich, ich hätte einen. Hinterher habe ich gemerkt, dass ich eigentlich keinen hatte.
Dennoch möchte ich meinen Weg schildern. 

Zuerst sollte man sicher wissen in welcher Region man seinen Flugschein machen möchte. Ich entschied mich für die Region Bern. 

Als nächstes sollte man sich um eine Wohnmöglichkeit und Arbeitsstelle kümmern. 
Ich bewarb mich auf viele Stellen bereits aus Deutschland da ich nicht viel Finanzielle Reserven hatte, um recht lange ohne Einkommen auszukommen. 

Dennoch bin ich erstmal ausgewandert ohne einen Job zu haben. 

Mein neues Leben in der Schweiz begann auf einem Bauernhof. Hier half ich als Erntehelfer mit. Durch das Mitarbeiten am Hof finanzierte ich mir die ersten Zwei Monate hier in der Schweiz. Man darf sich darunter aber nicht vorstellen, das man viel Geld zum leben hat. Im Gegenteil. Man sollte auch hier schon Proviant von Zuhause als Vorrat gekauft haben oder Finanzielle Reserven haben. Mir reichte das Geld welches ich am Hof verdient hatte lediglich zum finanzieren meines Zimmers am Bauernhof. 
Nicht dass der Verdienst so sehr schlecht gewesen wäre doch gibt es eben nicht jeden Tag arbeit für einen Erntehelfer. 

Zum Glück erhielt ich nach einem Monat dann die Zusage für einen Job als Angehender Werkstattleiter in einem Forstmaschinenbetrieb. Dies hörte sich natürlich erstmal sehr gut an. Endlich finanzielle Absicherung. Ich hatte den Einstieg also geschafft. "Wohnung" und Job. 
Ohne die Möglichkeit auf dem Bauernhof mitzuhelfen und günstig zu wohnen wäre es mir nicht möglich gewesen dafür bin ich dem Besitzer sehr dankbar auch wenn sich unsere Wege bereits nach 2 Monaten wieder trennten. Zudem konnte ich bereits auf dem Bauernhof gute Kontakte knüpfen mit anderen Leuten die dort wohnten. Auch hat der Besitzer "Kinder" welche sich in meinem Alter befinden wo ich mit manchen noch im, in meinen Augen sehr guten Kontakt, stehe. Danke dafür!!!
Man sollte sich dann auch schnell um die Anmeldung auf der Gemeinde kümmern und um eine Aufenthaltserlaubnis bitten, welche man auch auf der Gemeindeverwaltung stellen kann. 
Dies dauert in der Regel bis zu 4 Wochen.
Wichtig zu wissen ist auch, dass man für die meisten Verträge die Aufenthaltserlaubnis benötigt sowie bei uns den Personalausweis. Ohne diesen kann man hier zum Beispiel keinen Handyvertrag abschließen welcher aber sehr Sinnvoll ist in der Schweiz. 
Auch hier bin ich dem Sohn des Bauern sehr dankbar. Er hat für mich den Vertrag abgeschlossen und somit war ich schon sehr bald wieder mobil erreichbar. Ach Ihm widme ich ein riesen Dankeschön!! Es sind sicherlich kleine Dinge die für jemanden getan werden dennoch tun sie in einer schwierigen Zeit sehr gut! 
Was ich vergessen hatte zu erwähnen ist, der Abschluss einer Versicherung bei einer Krankenkasse. Auch hier unterscheidet sich die Schweiz stark von Deutschland. 
In der Schweiz ist es so, dass man die Beiträge in die Krankenkasse selbst bezahlt und eine Jährliche Selbstbeteiligung an den Arztkosten hat. Ähnlich wie bei einer Autoversicherung. 
Man muss auch hier für sich entscheiden welches Modell man Auswählt. 

Nachdem man nun einen Job und Gehalt bekommen hat, stehen einem die Türen weiter offen und man hat mehr Möglichkeiten. 

Bei mir war es der Umzug in eine WG. Näher an der Arbeit zu wohnen war eine große Erleichterung. Vor dem Umzug hatte ich ca. 45min Fahrtweg und das bei Arbeitszeiten von 7.30 - 17.30 ist das schon viel Zeit die einem verloren geht.
Leider oder Gott sei dank passte das Verhältnis zwischen dem Bauern und mir am Ende nicht so wie angenommen. 

Leider deshalb weil die Zeit doch sehr schön für mich war, die Bekanntschaften sehr Interessant waren und er mir die Möglichkeit gab in der Schweiz Fuß zu fassen. 

Zum Glück deshalb, weil ich dadurch näher zu meiner Arbeit gekommen bin, neue Möglichkeiten gesehen habe und ich nun weitere neue Kontakte in meiner WG knüpfen konnte.

Schnell gesagt wurde ich vom Bauernhof rausgeschmissen ^^ aber dennoch behalte ich Ihn in sehr guter Erinnerung auch wenn es anfangs sehr schwer gefallen ist. Man muss hier vielleicht auch etwas taff sein und wieder aufstehen. Man will ja schließlich Pilot werden und da darf man sich nicht so schnell klein kriegen lassen. ;) 

15. Die Qual der Wahl (Wucher Helicopter Österreich)

Sowohl Wucher als auch Swiss Helicopter sind zwei sehr Erfolgreich Unternehmen in Ihrer Branche. 
Dennoch wird jeder für sich Selbst entscheiden müssen was er an der ein oder anderen Flugschule möchte oder nicht. 
Auch ich habe mir diese Frage gestellt und wollte mindestens eine Probe-Flugstunde absolvieren.
Ich kontaktierte somit zum einen Swiss Helicopter als auch Wucher Helicopter. 

Die Kontaktaufnahme mit Swiss Helicopter war sehr einfach. Sowohl per Telefon als auch per E-Mail war innerhalb weniger Tage alles nötige besprochen und war sehr angetan von dem schon anfangs herrschenden freundlichen Umgang. Sie zeigten sich sehr bemüht und das gefiel mir sehr. 

Die Kontaktaufnahme mit Wucher Helicopter war telefonisch mehrmals leider nicht möglich. Auch per E-Mail dauerte es mehrere Wochen bis ich eine Antwort erhielt. Man teilte mir mit, dass meine E-Mail in einem falschen Ordner gelandet wäre. 
Die Freundlichkeit war aber auch hier stets hoch. Dennoch habe ich mich bis dahin schon für die Flugstunde bei Swiss Helicopter Entschieden.  

Was bietet Swiss Helicopter für einen Ausbildungs Hubschrauber an? 

Bei Swiss Helicopter beginnt man auf dem GUIMBAL CABRI G2 zu fliegen. Man bleibt auf diesem Hubschrauber Modell bis mindestens Ende der Privat Piloten Ausbildung. 
Wenn man weiter voran schreitet beginnt sicherlich nach einiger Zeit der Umstieg auf den Airbus H120 Colibri. Wann dieser Umstieg statt findet hat jeder etwas selbst in der Hand. 

Wie sieht es bei Wucher Helicopter in Österreich aus ? 

Wucher Helicopter gibt die Privat Piloten Ausbildung aus der eigenen Hand ab und arbeitet mit einem Partner Unternehmen zusammen. Dort lernt man erstmal auf dem Robinso R22 zu fliegen. Auch hier wird man irgendwann auf einen Turbinen Hubschrauber umsteigen. Zur Auswahl steht sicherlich der AS350 welcher aber wahnsinnig teuer zu fliegen ist. Auch der Umstieg von Robinson auf einen Airbus wird als manchmal ungewohnt beschrieben. Sicherlich ist dies aber nur eine Frage der eigenen Fertigkeiten und irgendwann bekommt man diesen Umstieg auch hin. 

Gibt es sonst noch etwas, was wichtig ist zu wissen ? 

Sicherlich ist zu beachten, dass sich Swiss Helicopter in der Schweiz befindet und dadurch auch nicht in der EU befindet. Man muss sich ziemlich stark eingewöhnen an seinem neuen Wohnort. Ich selbst empfinde es noch sehr ungewohnt. Es ist sehr vieles anders und man kommt sich manchmal echt fremd vor. Man muss auch sicherlich finanziell sehr aufpassen, dass man sich nicht übernimmt und sein Ziel immer im Blick hat. Das plötzlich viele Geld erscheint uns als deutsche sehr lukrativ. Nicht zu vergessen ist aber, dass das Leben hier um einiges teurer ist als wo anders und man sollte an vielen Punkte wirklich ein Sparfuchs werden. Ein gewisses Einkommen für dieses vorhaben ist deshalb wichtig. Auch das Steuersystem ist hier in der Schweiz anders wobei man als Einwanderer erstmal keinen Unterschied zu dem Steuersystem in Deutschland kennt. Erst nach 5 Jahren in der Schweiz wird sich etwas ändern. Man bezahlt dann seine Steuern einmal im Jahr und muss dafür unterm Jahr schon vorsorgen.  

Das Gegenteil ist bei Österreich der Fall. Es ist ein Land in der EU und viele Dinge sind hier vereinfacht. Sicherlich spielt hier der Zoll eine große Rolle. Ich kaufte mir ein Auto in Deutschland und nun merke auch ich, dass es Probleme bereitet. 
Auch dieses Problem habe ich noch nicht gelöst bekommen aber belastet doch irgendwo sehr. 
Der Verdienst ist sicherlich ähnlich wie in Deutschland und je nachdem wo man her kommt fällt es einem leichter sich in Österreich zu integrieren. Alleine die Sprache macht es sicherlich einfacher. 
Fazit

Ich entschied mich letztendlich aber dennoch für Swiss Helicopter. 
Der Gesamteindruck stimmte einfach und ich fühlte mich von Anfang an sehr wohl dabei. 
Das fliegen auf dem Guimbal, welcher vieles von einem Airbus Helicopter besitzt war sehr angenehm. 
Letzt endlich muss dennoch jeder für sich entscheiden was wichtig ist und was nicht und welche Herausforderungen er annimmt und welche nicht. Leicht wird es weder hier noch dort. Auswandern ist immer ein sehr schwer schritt und sehr wichtig ist es, die Kontakte nach hause zu halten aber auch welche in der neuen Heimat zu finden. Alleine sein ist niemals gut und es ist erstaunlich wie alleine man sich fühlen kann wenn man nicht mehr Zuhause wohnt.