Nochmals herzlich willkommen in meinem Blog.


Ich möchte dich hier in eine Welt der Träume entführen, besser gesagt, Ich möchte dir zeigen wie man seinen Traum zum Leben erweckt.


Schnalle dich an, lehne dich zurück und hebe gemeinsam mit mir ab.


Riesig freuen würde es mich natürlich, dir Möglichkeiten aufzuzeigen wie du so ein Vorhaben angehen könntest, was dich auf diesem Weg erwartet und was man dafür eventuell für Opfer bringen muss aber auch positive Erfahrungen erhält.

Viel Spaß und Freude am lesen


Der Möchtegernpilot



Alle Angaben und Auskünfte sind ohne Gewähr auf Korrektheit da sich jederzeit Richtlinien und Möglichkeiten ändern können die ich nachträglich nicht mehr berücksichtigen werde.

Dienstag, 22. Oktober 2019

9. Das Medical

Das Medical ist nach deinem Entschluss diesen Weg zu gehen dein erster Schritt zu deinem Traum.

Was ist dieses "Medical" eigentlich? 


Das Medical ist ein über dich erstelltes Medizinisches Gutachten. Es bestätigt den Behörden 

einen gewissen gesundheitlichen Standart, der es dir möglich macht, Luftfahrzeuge bewegen zu dürfen mit der gewissen Ausbildung. 

Wenn man noch kein Medical besitzt, wie es bei den meisten der Fall sein wird die diesen Weg neu für sich entdeckt haben,  so muss eine erst Untersuchung durchgeführt werden.

Im Normalfall geht man für Flugmedizinische Angelegenheiten zu einem Fliegerarzt der dir deinen Gesundheitszustand bestätigt. Bei der erst Untersuchung ist dies jedoch nicht möglich. 
Aufgrund des Umfangs dieser Untersuchung wird diese in speziellen Einrichtungen durchgeführt von denen es nur eine Handvoll in Deutschland gibt. 

Mein Weg ging nach Stuttgart. Das Aeeomedical Center welches sich am Cargo Flughafen Stuttgart befindet, ist ein sehr guter Ort um sein Medical zu erlangen. 

Der Vorteil dieser Einrichtung liegt in einer speziellen Augenuntersuchungsmethode. 
Diese Untersuchung dient dazu, den Augenhintergrund zu untersuchen. Alles was sich hinter deiner Pupille befindet (Sehnerv und Äderchen) kann man dabei sehen. 

Normalerweise bekommt man für diese Untersuchung Augentropfen, die die Puppillen erweitern, um mittels einer Starken Lichtquelle und Spiegel, hindurch zu sehen. Man darf dann eine ganze Weile (12-24 Stunden) kein Auto mehr bewegen. 

In Stuttgart gibt es eine Möglichkeit, dies ohne Augentropfen durchzuführen und man hat im Anschluss keine Beeinträchtigungen. 
Hier wird es Mithilfe einer Speziellen Kamera gemacht, welche durch dein Auge durchfotografiert.  

Anderweitige Untersuchungen sind z. B. Blutdruck, Ruhe EKG, Orintest, Augeninnendruck, Sehtest bei Dämmerung- und Blendeinwirkung, Sichtfeld, 3d Sehen, Fsrbenblindheitstest, 

Und sicher noch ein Paar Dinge die mir nicht mehr einfallen. 

Am Ende gibt es ein Gespräch mit dem Arzt, der dir noch ein Paar Fragen stellt und eine Beurteilung ausspricht. 


Im besten Falle bekommst du im Anschluss dann gleich dein Medikal ausgehändigt. 


Für diesen Tag darfst du sicher einen ganzen Tag einplanen. 

Du solltest zudem am Vortag viel trinken und unbedingt Fit sein um gute Werte abzuliefern. 

Neuerdings muss zudem ein Psychologischer Test durchgeführt werden. Leider kann ich dazu nichts Näheres erläutern.


Das Medical welches du dann erhältst ist ausschließlich in der EU gültig. Für Amerika bräuchtest du ein separates Medical welches du auch im Aeromedical Center durchführen kannst.  Es ist zudem nur für ein Jahr gültig danach muss bei einem Fliegerarzt eine Nachuntersuchung durchgeführt werden im Jährlichen Rhythmus. 



Die Kosten für diesen Gesundheitscheck liegen bei ca 400-500 Euro.



Solltest du nun bedenken haben ob du das Tauglichkeitszeugnis bekommst oder nicht, weil dir vielleicht etwas fehlt, dann rate ich dir es trotzdem zu probieren. 

Es ist durchaus möglich zu fliegen ohne 100% Gesund zu sein. Der Weg um an sein Medical zu kommen ist dann eventuell etwas aufwändiger jedoch nicht unmöglich. Das Luftfahrtbundesamt hat hier etwas Spielraum gelassen sodass man mit Sonderauflagen fliegen darf. 

In meinem Fall dauerte dieser Prozess ca 2 Jahre, 2 Erstuntersuchungen und eine erweiterte 2. Untersuchung um an mein Medical zu gelangen. Aber dazu schreibe ich im nächsten Eintrag. 


Montag, 21. Oktober 2019

8. Wissenswertes (nützliches)

Zwischen drinn, werde ich immer wieder Nutiches und Wissenswertes aus meinen Texten herausnehmen um sie übersichtlich hervorzuheben. 

Was sollte einem also bis hier her bewusst sein. 


1. Mache dich über die aktuellen Möglichkeiten schlau welche Wege es gibt denn jeder Weg hat seine Vor- aber auch Nachteile.


2. Sei dir bewusst, dass dieser Weg sehr schwer werden wird und damit meine ich noch nicht die Schwierigkeiten was die Theorie oder Praxis betrifft. Man muss eventuell einiges Aufgeben. Familie, Freunde, Heimat, Vereine, vieles was einem einfach wichtig ist.


3. Du brauchst auf alle Fälle ein Medical der Klasse 1 um Commerziel fliegen zu dürfen



Zu Punkt 1:


1. Möglichkeit Bundeswehr (stand Anfang 2019)



  • Voraussetzung = Mittlere Reife oder Fachabitur. Du kannst mit der Mittleren Reife den fliegerischen Dienst über die Feldwebel Laufbahn erreichen. Du musst dich also immer weiter quifizieren. (Nachteil hierbei ist, du hast keine Garantie, dass du es jemals zum fliegen schaffen wirst. Mit dem Fachabitur kannst du dich für die Fachoffizierslaufbahn Fliegerischen Dienstes Bewerben. (Vorteil, Du bewirbst dich direkt auf den fliegerischen Dienst. Das heißt: wirst du für Flugtauglich befunden und hast die Einstellungstests geschafft bist du dabei bei der Ausbildung zum Piloten und zu nichts anderem. Solltest du Fluguntauglich für die Bundeswehr sein kannst du immernoch sagen, Gut dann Tschüss Bundeswehr ohne dich verpflichten zu müssen. 
  • Die Bundeswehr bezahlt dir die Ausbildung und du bekommst zudem ein Gehalt
  • Die Verpflichtungszeit beträgt 16 Jahre mit wechselnden Einsatzgebieten 
  • Die Bundeswehr ist leider am Absteigenden Ast. Rüstungsabbau, Einsparen wo es nur geht auch bei dem Fliegerischen Diensten. Somit sind es eventuell wenige Flugstunden im Jahr nach der Ausbildung. (Quellenangaben Medienangaben, Aussagen von Politikern über das Budget der Bundeswehr, Haushaltsplan)
  • Fliegerische Ausbildung beim Heer, Marine und Luftwaffe möglich. Es gibt jedes Jahr auch Schnupperwochen wo man die Bundeswehr bis zu einer ganzen Woche lang begleiten darf. Hierfür einfach Infos einholen bei einem der Beratungsstellen 
  • Sicherlich gute Ausbdung aufgrund verschiedenster Hubschraubertypen
  • Familie gründen eher schwieriger aufgrund Auslandseinsätze 
2. Möglichkeit Bundespolizei (stand Anfang 2019)
  • Voraussetzung mittlere Reife oder Fachabitur. Ähnlich wie bei der Bundeswehr gibt es bei der Polizei verschieden Möglichkeiten zum fliegerischen Dienst zu gelangen. 
  • Eine Möglichkeit ist es mit der Mittleren Reife und dem Mittleren Dienst zum fliegerischen Dienst zu gelangen. Auch hier besteht die Gefahr dass man jedoch nie zum fliegen kommen wird. Die zweite Möglichkeit ist über den gehobenen Dienst und mindestens dem Fachabitur. Dort kann man sich direkt auf den Fliegerischen Dienst bewerben. 
  • 2 Jähriges Polizeistudium 
  • Landesweit versetzbar 
  • Sehr gute Ausbildung 
  • Ausbildung wird bezahlt und bekommt Gehalt während der Ausbildung 
  • Keine Verpflichtungszeit wie bei der Bundeswehr 
3. Möglichkeit (Privatfinanzierung) 
  • Voraussetzungen Medical Klasse 1, starker Wille und Ehrgeiz
  • Kosten für den Berufspilotenschein ca. 110000-150000 € je nach Zusatzqualifikationen
  • Keine Jongarantie nach der Ausbildung 
  • Keine Verpflichtungszeit 
  • Familiengründung sicher leichter möglich als bei der Bundeswehr
  • Du weißt was dich nach der Ausbildung erstmal erwartet. Nichts. Du hast es selbst in der Hand welchen Weg du gehen möchtest. 
  • Ausbildung berufsbegleitend oder in Vollzeit möglich 
Zu Punkt 2
  • Sei dir klar bewusst, was du vor hast. Egal für welchen Weg du dich Entscheidest, aufgeben musst du sicher etwas.
Zu Punkt 3
  • Du brauchst ein Medical Klasse 1 bei allen der drei Wege. Sicher wirst Du nochmal genauer Untersucht bei der Bundeswehr oder Bundespolizei aber ich finde wenn man diesen Weg gehen möchte lohnt es sich vielleicht seinen Gesundheitszustand vorab abklären zu lassen. 
  • Man weiß dann recht schnell woran man ist. (Hierauf komme ich nochmal Zurück)

7. Neue Möglichkeiten

Ich arbeitete nun also wieder als Mechaniker in irgendeiner Werkstatt, dachte ich mir. 
Allmählich konnte ich dies schon gar nicht mehr ertragen. 
Ich wusste irgendwann, dass ich sicherlich nicht dafür geboren wurde Mechaniker zu sein. 
Es machte mir keinen großen Spaß und war immer sehr niedrig angesehen für das was man alles leistete. Es wurde einfach nicht gesehen was man tat und wie schwer manches ist. 
Vielleicht sind dies auch Gründe weshalb ich als Kfz-Mechatroniker nie wirklich Erfolg hatte.
Genauso verlief es auch mit Donauwald Forstmaschinen.
Ich würde gekündigt. 

Für mich war ab da an klar, ich hänge meinen Beruf an den Nagel. Scheiß auf Kfz-Mechatroniker ich mach was anderes. 


Während ich meinen Übergang in die Industrie plante um dort endlich mal etwas Geld zu verdienen, dachte ich zeitgleich über meinen alten Traum nach. PILOT. Ich wollte doch immer Pilot werden. Wieso habe ich da nicht mehr Energie reingesteckt. Was kann ich noch tun damit dies möglich wird.

Während ich so darüber am Grübeln war, kam es wie aus dem Nichts. Der eine entscheidende und bis dahin fehlende Gedanke. Selbstfinanzierung. 

Dass ist es. Wieso kam ich nicht früher auf diesen Gedanken.

Klar wusste ich schon mit beginn diesen Gedankens, dass dies sehr teuer sein würde, aber es wäre machbar mit dem nötigen Ehrgeiz.

In Windeseile plante ich also meine Zukunft die wie folgt aussehen sollte. 


Wechsel zu Continental als instandhalte,  dann werde ich ab dem September 2017 mich spontan bei den Eckert Schulen als Volzeitschüler einschreiben lassen um Meinen Techniker zu machen um wiederum mir meine Pilotenausbildung finanzieren zu können.


Geiler Plan dachte ich mir. Wenn das auch nur noch so kommen würde. Denn oft werden Pläne die man Plant X-mal durcheinander gebracht aufgrund von irgendwelchen Rückschlägen oder Veränderungen im Leben.


Aber eines weiß ich bis dahin trotzdem, wäre ich nicht gekündigt worden und hätte ich es nicht so satt gehabt immer das gleiche zu tun auf das ich keine Lust mehr hatte, wäre ich sicher nicht so schnell auf diesen Weg gekommen. Dafür ein Dankeschön an die Kündigung von Donauwald Forstmaschinen. Dies war die beste Kündigung meines bisherigen Lebens. 

6. Unerwartete Diagnose (Teil 2)

Donauwald Forstmaschienen lautete also mein nächste Arbeitgeber.
Die vielen Wechsel zuvor sind meist auf Unzufriedenheit zurück zu führen, da ich es meist nicht eingesehen habe als Leiharbeiter in irgendeinem Drecks Loch für weniger Geld zu arbeiten als die Festangestellten. 
Ich schreibe dies so Schroff, da ich einfach keine netten Worte dazu finden kann. 
Nach meiner Diagnose Krebs war es für mich aber auch nicht einfach wieder Fuß zu fassen im Arbeitsleben. Ich war einfach nicht mehr so ganz bei der Sache. 

2 Jahre sind nun vergangen als ich Krebs hatte und nun wurde ich das erste Mal seitdem wieder einmal Krank. Noch keine Woche in der neuen Firma und ich bekam, ja was bekam ich eigentlich?
Man wusste es nicht. 

Nach mehreren Wochen von Arzt zu Arzt rennen und weit über 100 Euro Medikamente zuhause, 2 Wochen Krankenhaus etwas Morphium und insgesamt 3 Monate Erholungsphase
Merkte ich wie anstrengend es doch sein kann wenn man eine sehr üble Form vom Pfeiferischen Drüsenfieber bekommt. 
Diese Krankheit war die Hölle. Wenn man nicht wüsste, dass Krebs gerne auch tödlich enden kann, dann war dass Drüsenfieber bei weitem Schlimmer als der Krebs was Schmerzen und leiden betrifft. 

Gott sei dank war das positive an dem ganzen, ich wusste es würde keine Auswirkungen auf meine Flugtauglichkeit haben wenn ich sie aufgrund meiner Krebsdiagnise überhaupt noch bekommen würde. 

Wieder gesund und erholt wusste ich bereits zu diesem Zeitpunkt, dass mich die Leiharbeitsfirma aufgrund meiner langen Krankheit gekündigt hatte mit dem Tag wo ich wieder gesund werden würde. 
Ich wusste aber auch, dass mich die Firma Donauwald trotzdem haben wollte und mich somit direkt angestellt haben. 

Nebenbei erwähnen muss ich, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt meinen Traum etwas aus den Augen verloren hatte. Ich wusste einfach nicht, wie ich noch an ein Abitur kommen sollte wo ich so wenig Interesse für diese Klassischen Schulfächer aufbringen konnte. 

Aber zum Glück blieb noch ein Weg offen, den ich bis dahin noch gar nicht in Betracht gezogen hatte, wie man auch ohne Abitur diesen Weg gehen könnte

5. Das "schreckliche Abitur" (Teil 2)

"Schon wieder in der Schule" dachte ich mir, und war eigenich von Anfang an genervt.
Immer brauchte man für all die tollen Berufe dieses verflixte Abitur. Dabei braucht man doch als Pilot diesen ganzen Müll nicht was man hier lernt. 

Ja, ich hatte echt keine Lust darauf dort zu sitzen und ich hielt es auch dort wieder mal nicht lange aus. 
Auch mit 19 Jahren waren einfach die Interessen nachwievor wo anders grösser als für Mathe, Chemie oder all die anderen Fächer zu lernen. 

Ich lernte in dieser Zeit eine tolle Frau kennen und hatte nur noch sie im Kopf. Ich war hin und weg und widmete ihr all meine Aufmerksamkeit und vernachlässigte natürlich sofort die Schule wo es nur ging. 

Man kann nicht wirklich behaupten, dass dies eine kluge Entscheidung gewesen ist, wo ich doch einmal Pilot werden möchte. 
Trotzdem schmiss ich auch mein Vorhaben, das Abitur über die Berufsoberschule zu erlangen in die Tonne. Mit lauter fünfen zum Probezeit Ende als Fortgangsnote hatte ich auch keine andere Wahl. 

Es begann eine harte Zeit für mich von mehreren Jobwechsel über Arbeitslosigkeit zur Leiharbeit was für mich nur eine Art von moderner Sklaverei ist bis hin zu einer Leiharbsitsfirma die mich zu Donauwald Forstmaachienn vermittelte. Die Firma, die den Wendepunkt brachte und mich auf einen ganz neuen Weg zu meinem Traum leiten würde. 

4. Unerwartete Diagnose (Teil 1)

Um Pilot werden zu können, wird vorausgesetzt, dass man eine gewisse Gesundheitliche Eignung dafür besitzt.

Hierfür gibt es die sogenannten Medicals in drei verschiedenen Klassen eingeteilt. 



  • Medical Class 1 für Berufspiloten und Personenbeförderung 
  • Medical Class 2 fur Privatpiloten 
  • Medical Class 3 für Flugfeldarbeiter 

Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht wie man an dieses Medical kommt aber ich wusste man muss Top Fit sein. Nur da lag mein Problem. Es sollte anders kommen. 

Wenige Tage vor meinem 19. Geburtstag bekam ich die Diagnose "Malignes Melanom". 

Hinter diesem Begriff versteckt sich die unschöne Krankheit, Schwarzer Hautkrebs. 

Nun hatte ich wohl zwei Probleme mit denen ich zu kämpfen hatte. 


Kein Abitur und Hautkrebs. 


Das erste würde sich noch beheben lassen aber was war mit meiner Gesundheit? 


Zugegeben, meine Diagnose verlangte einiges von mir ab. Dass "Ich will Pilot Werden" rückte primär auch in den Hintergrund. 

Zudem erhielt ich einen Brief von meiner Firma, dass ich nach meiner Ausbildung nicht übernommen werden würde. 

Bei den Stadtwerken sei es jedoch üblich gewesen, dass alle Azubis mit einem Schnitt besser als 3,0 übernommen werden müssen.  Ob meine lange Arbeitsunfähigkeit damit zusammenhängt? Man kann nur spekulieren. 


Nachdem ich das schlimmste Überstanden hatte was meinen Krebs betrifft, absolvierte ich während meiner Erholungsphase noch Erfgreich meine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker mit besser als 3.0, verhandelte mit der Konzernsführung, ich dürfe bleiben bis die Berufsoberschule beginnt und widmete mich ab da an wieder meinem Traum ohne eigentlich zu wissen, ob ich überhaupt jemals Gesundheitlich dazu in der Lage sein würde. 

Aus einem anderen Grund hätte ich sonst niemals freiwillig versucht das Abitur zu erlangen. 





Sonntag, 20. Oktober 2019

3. Das "schreckliche Abitur" (Tei 1)

Faktisch war für mich also klar, um Pilot zu werden brauche ich ein Abitur. 

Meinen ersten Versuch dafür startet ich mit dem einschreiben an einem Abendgymnasium in Regensburg parallel zu meiner Ausbildung. 
Ich ging also von 7.00 Uhr bis 15.30 in meine Arbeit und im Anschluss von 18.00 - 21.30 Uhr auf das Abendgymnasium. 

Ich muss dazu sagen, dass ich nie wirklich der geborene Typ zum lernen gewesen bin und mich das Abitur Ansich eigentlich kein bischen Interessiert hat sonst wäre ich sicher früher nicht auf der Hauptschule gelandet sondern auf einem Gymnasium. 

Nach nur 3 Monaten Abendgymnasium brach ich dieses Vorhaben ab. 
4 Jahre lang hätte ich jeden Abend dafür aufbringen müssen an mein Abitur zu kommen. Für mich war dies schnell ein Ding der Unmöglichkeit. 
Dazwischen hatte ich noch eine Blinddarm OP und fehlte sowieso von der Schule. 

Als ich mein Vorhaben mit dem Abendgymnasium abgebrochen habe, da war ich grade 17 Jahre alt, nahm ich mir erstmal vor, meine Ausndung fertig zu machen.
Beides auf einmal ist es zu solch einer Zeit nicht wert. 

Ich würde also raten: Wenn du ein halbwegs normaler Typ bis und damit meine ich jemanden der genauso wie Ich eine Ausbildung durchläuft, kein Obergenie in der Schule war weil er lernen nicht als sein Lieblingshobby angesehen hat und trotzdem noch leben möchte nach dem er von der Arbeit nach Hause gekommen ist, dann fange niemals ein Abendgymnasium an oder eine Abendschule.
Klar kann es passieren dass jemand behauptet, das man dies schaffen könne, aber nicht während einer Ausbildung als blutjunger Teenager. Dafür sind die Interessen an alternativen Dingen einfach auf Dauer zu groß. Und ich würde es bereuen wenn ich meine Jugend für diese Schule hergeben hätte. Es gibt bessere Möglichkeiten als sich in diesem Alter 4 Jahre lang in solch eine Schule zu setzen!

Die Alternative die als nächst beste Möglichkeit auf der Hand lag, war die Berufsoberschule. Diese lag aber noch etwas entfernt, da ich ja erst meine Ausbildung fertig machen musste. 

Zeit genug also, um sich seinem Traum nochmal bewusst zu werden, Informationen einzuholen und Däumchen zu drehen. 

Oder um mit einem Tag auf den anderen alles so zu verändern das dein Traum erstmal scheiß egal sein wird und du dich fragen musst, ob es soweit überhaupt noch kommen wird deinen Traum zu leben oder zu erleben. 

2. Informationen über die Möglichkeiten Pilot zu werden

Irgendwo in meinem Kopf waren also nun die ersten Erfahrungen mit Hubschraubern gelandet und irgendwann fand ich den Gedanken ganz toll selbst einmal Pilot werden zu wollen. 

Noch während meiner Ausbildung die ich mit 15 Jahren als Hauptschulabgänger mit Quali bei einem KFZ Betrieb begonnen habe, informierte ich mich nebenbei über die Möglichkeiten die es gibt, um Berufspilot  zu werden.

Meine erste Anlaufstelle hierfür war (wird wenig verwunderlich sein) die Bundeswehr.

Ich marschierte also mit ca 16-17 Jahren, zur Bajuwarenkaserne in Regensburg wo bis heute noch Informationen über Werdegänge bei der Bundwesehr eingeholt werden können.

Dort teilte man mir mit, dass ich für die Laufbahn des Piloten (Offizierslaufbahn) ein Abitur benötige.

Wenig erfreut darüber , machte ich mich schon auf die Suche nach einer alternativen Lösung.

"Bundrspolizei" kam mir in den Sinn. 

Leider war für mich auch dort die Enttäuschung sehr groß. 
Auch bei der Bundespolizei wird ein Abitur vorausgesetzt welches ich nicht besaß.

Fürs erste galt also: Um Pilot zu werden braucht man zwingend das Abitur 

Jung und dumm wie man aber ist raubt einem das Halbwissen kostbare Zeit und Energie.
Die Erfahrungen hingegen sind nicht immer verkehrt die man in solch einer Zeit sammeln konnte. Im weiteren Verlauf meines Blogs kläre ich diesen Satz genauer auf. Es lohnt sich also weiter den Blog zu verfolgen.