Nochmals herzlich willkommen in meinem Blog.


Ich möchte dich hier in eine Welt der Träume entführen, besser gesagt, Ich möchte dir zeigen wie man seinen Traum zum Leben erweckt.


Schnalle dich an, lehne dich zurück und hebe gemeinsam mit mir ab.


Riesig freuen würde es mich natürlich, dir Möglichkeiten aufzuzeigen wie du so ein Vorhaben angehen könntest, was dich auf diesem Weg erwartet und was man dafür eventuell für Opfer bringen muss aber auch positive Erfahrungen erhält.

Viel Spaß und Freude am lesen


Der Möchtegernpilot



Alle Angaben und Auskünfte sind ohne Gewähr auf Korrektheit da sich jederzeit Richtlinien und Möglichkeiten ändern können die ich nachträglich nicht mehr berücksichtigen werde.

Mittwoch, 6. November 2019

11. Und so sieht es aus


10. Der lange Weg zum Medical

Ich wusste also, dass ich laut meinem Fliegerarzt Flugtauglich gewesen wäre. 
 Allerdings wusste ich auch, dass der Arzt meine Vorerkrankung dem LBA (Luftfahrtbundesamt) melden musste.

Und hier begann der ganze Mist. 


Das LBA forderte, dass ich mich in Fürstenfeldbruck bei der Luftwaffe vorstelle um ein erneutes Gutachten über mich ergehen zu lassen.

Gesagt, getan. 
Innerhalb von einem Monat hatte ich diesen Termin auch und bin dorthin gefahren. 
Zuvor habe ich schnell noch die aktuellsten Nachsorgeuntersuchungsbefunde zusammen getragen um meinen aktuellen Gesundheitszustand darlegen zu können. 

Dort angekommen erwarteten mich wieder einige Tests. Im Grunde handelte es sich hierbei um eine Nachsorgeuntersuchung wie es nach Ablauf des 1 Jährig Gültigen Medicals der Fall gewesen wäre. Orinprobe, Blutprobe, Lungenvolumentest, Allgemeiner Sehtest. 

Zusätzlich wurde angeordnet, ein Herzecho und ein Belastungs EKG.

Am Ende gab es noch ein Gespräch mit dem Leitenden Arzt der Abteilung für Innere Medizin. 


Ich hoffte hier auf ein positives Gespräch da ich dachte gut abgeschnitten zu haben, doch leider war dies nicht der Fall. 

Als erstes durfte ich mir nämlich einen Ordentlichen Anschiss abholen. 

Ich musste mir in einem Sehr direkten Ton anhören, was ich mir dabei gedacht habe, nur die letzten Befunde meiner Erkrankung mit zunehmen und nicht alle der letzten 3 Jahre. 
"Auf diesem Stuhl, wo auch Sie gerade sitzen, dort sitzen Piloten vom DRF, von Red Bull, dem ADAC und was weiß ich noch alles und alle zeigen Verantwortung. Wenn sie Pilot werden wollen, dann zeigen sie Verantwortung. Sie, wollen fliegen. Ich hab schon alles geflogen was es zu fliegen gibt und ich bin derjenige der darüber entscheiden wird ob sie das dürfen oder nicht. Also schauen sie dass sie die Befunde nachreichen ansonsten kann ich diese Beurteilung nicht geben" 

Es war sicher nun kein 100% Zitat aber so ungefähr war es durchaus. 

Innerlich bin ich richtig eingegangen. Ich wusste er hatte recht mit dem was er sagte und konnte somit nichts dagegen sagen und es nur über mich ergehen lassen. Zudem war ich solch einem Ton noch nie begegnet, schongleich gar nicht von einem Arzt. Da erwartet man ja meist einen ruhigen und besänftigen Ton. 

Wiedereinmal ging ich also nach Hause ohne etwas in der Hand zu haben oder zu wissen wie es ausgeht. 

In Windeseile habe ich nun alle Unterlagen die es gab eingereicht. Wenn noch was fehle so sollten sie mir bescheid geben schrieb ich auf einem Brief dazu. 

Mehrere Wochen vergingen bis ich mich bei der Luftwaffe erneut meldete um in Erfahrung zu bringen, was aus meinem Medical geworden ist. 

Hierbei wurde mir mitgeteilt, dass der Arzt aktuell noch nicht dazu gekommen sei mein Medical zu bearbeiten. Ich solle mich doch noch etwas gedulden. 

Die nächste Warterunde begann. 


Mittlerweile habe ich begonnen, an den Eckert Schulen in Regenstauf, meinen Techniker in Vollzeitunterricht durchzuziehen. 

Irgendwann, so nach miterweile einem halben Jahr, meldete ich mich erneut bei der Luftwaffe. 

Mir wurde dort freundlich mitgeteilt, dass der Arzt aktuell im Urlaub wäre und die Akte immer noch in Bearbeitung ist. Ich wurde wieder vertröstet und sollte warten. 

Die Wochen sind nur so verstrichen und ich wurde allmählich leicht angepisst. 

Ich fragte mich, was wohl passiert, wenn mein Medical, besser gesagt die 1. Untersuchung abgelaufen ist, bevor ich überhaupt das Medical als Amtliches Dokument erhalten habe. 

Erneut rief ich bei der Bundeswehr an. Wieder fragte ich das übliche. 

Diesmal hat man mir mitgeteilt, der Arzt wäre krank. 

Beim nächsten Mal fehlte noch ein Befund 

Diesen habe ich per Einschreiben am nächsten Tag eingeschickt 

Dann war der Arzt wieder krank


Mittlerweile ist über ein Jahr vergangen. 


Mir wurde dann mitgeteilt den Arzt gibt es gar nicht mehr. Und mein Befund nicht 

weitergereicht worden. 


Ich habe nun etwas Text abgekürzt 



Nun kam es natürlich so, dass mir mitgeteilt wurde, meine Untersuchungen wären abgelaufen und eine Beurteilung wäre somit nicht möglich. Genau das, was ich mich einst gefragt hatte, ist eingetreten. 

Das LBA beauftragte nun die Luftwaffe eine erneute Erstuntersuchung durchzuführen. 
Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie es mir nach gut 1,5 Jahren des hin und her, ging. 
Ich war richtig richtig angepisst. 

Aber was solls dachte ich mir und vereinbarte eine Termin. 

Was soll jetzt noch schief gehen dachte ich optimistisch und habe mich auf den Termin richtig gefreut der morgen schon sein wird, dachte ich weiterhin. 

Plötzlich klingelte das Telefon. Es war, wie sollte es auch anders sein, Fürstenfeldbruck. 

"Herr Brandt, wissen Sie eigentlich, dass sie ein Schädel MRT mitbringen müssen“? 
Sagte die Frau am anderen Ende der Leitung. 

Ich fiel vom Glauben ab, in dem Moment als sie das sagte. 

Denn ich wusste genau, dass ich es nicht wusste, einen MRT Befund mit zubringen und ich wusste auch, dass ich es bis morgen auch nicht schaffen würde einen aufzutreiben. 

Die Frau von FFB meinte nur, ich könne es günstig für 600 Euro bei Ihnen machen lassen. 


Mag sein, dass dies günstig für ein MRT ist. Für mich als Schüler war es dies aber nicht. 


Ich winkte ab und verschob den Termin. Ich fluchte innerlich nurnoch. 

Beim LBA teilte man mir mit, dass sie von einem erteilten MRT nichts wüssten und dass dies von FFB ausgehen muss. 
FFB teilte mir allerdings zuvor mit, dass das LBA dafür verantwortlich hätte sein müssen. 

Es war ein Hin und her und mir verging wirklich die Lust und die Nerven. 


Mittlerweile sind gut 1,75 Jahre seit meiner ersten Erstuntersuchung vergangen. 


Innerhalb der nächste 2 Wochen habe ich es glücklicherweise geschafft, einen MRT Befund aufzutreiben und die Möglichkeit zu bekommen innerhalb wieder 2 Wochen nach FFB zu kommen um endlich meine "Erstuntersuchung" über mich ergehen zu lassen. 


Die Untersuchung dauerte den ganzen Tag. Etwas länger als die erste. 

Wie auch bei der damaligen Erstuntersuchung war ich total übermüdet, da ich auch hier aufgrund innerliche Unruhe oder Nervosität nicht schlafen konnte. 
Zudem kam hinzu, dass ich aufgrund der Augenuntersuchung und den verabreichten Augentroofen nicht mit dem Auto sondern mit dem Zug fahren musste. 
Dummerweise und zu meinem Pech kam hinzu, dass die Bahn an diesem Tag streikte. Wir wurden alle um, 4 Uhr morgens in Landsuth rausgeschmissen. Es war kalt, es hat geregnet und der Wind ging. 
Ich war schon jetzt wieder richtig angepisst jedoch zu müde um es mir anmerken zu lassen. 
Mit einem Taxi für 140 Euro machte ich mich auf den Weg nach FFB so ich vor erstmals verschlossenen Toren stand da der Einlass erst um 6. 30 beginnen würde. 
Irgendwann hatte ich aber auch dies überwunden und hab etwas teilnahmslos die Untersuchungen über mich ergehen lassen. 

Bei den Augenuntersuchungen war ich mir diesmal nicht mehr ganz so sicher ob diese so gut ausfallen werden wie damals in Stuttgart. 

Doch auch diese habe ich geschafft. 

Beim Abschluss Gespräch mir dem Leiter der Flugmedizin (ein ziemlich hohes Tier) , er hatte es nämlich bereits zu seinem persönlichem Anliegen gemacht mich endlich erfolgreich beurteilen zu können, wurde mir mitgeteilt dass ich Flugtauglich bin mit Sonderauflagen. 

Über die Kostenübernahme der letzten zwei Jahre solle ich mir keine Gedanken machen.
Es wären ca. 750€ angefallen. 

In dem Moment dachte ich mir. 

Wow... Und das war alles. Dafür 2 Jahre  dieser Aufwand. 
Klar, es ist genau das was ich wollte aber es ist durchaus ein komischer Gedanke und Moment, etwas nach 2 Jahren erreicht zu habe was andere auf einen Tag machen. Es sollte ursprünglich nur eine Untersuchung sein und ein "Ja" oder "Nein" werden. 

Das Medical bekam ich einige Wochen darauf vom LBA aus zugeschickt mit der Bedingung, ich müsse jährlich meinem Verantwortlichen Fliegerarzt ein Schädel MRT vorlegen. 

Eine Sonderauflage mit der ich gut Leben kann. 

Fazit oder Tip an alle denen es auch so gehen könnte. 


Gebt nicht einfach so auf nur weil es nicht von anfang an klappt wie es soll oder weil es den Anschein haben könnte es wird sowieso nichts. 

Wenn es euer Traum ist, dann beisst euch durch. Es könnte sich durchaus lohnen auch wenn der Weg Steinig ist oder erstmal mehr Steine hinzukommen als was man überwinden kann. 

Ich bin jedenfalls froh die Nerven bis zum Schluss nicht zu 100% verloren zu haben. 




Dienstag, 22. Oktober 2019

9. Das Medical

Das Medical ist nach deinem Entschluss diesen Weg zu gehen dein erster Schritt zu deinem Traum.

Was ist dieses "Medical" eigentlich? 


Das Medical ist ein über dich erstelltes Medizinisches Gutachten. Es bestätigt den Behörden 

einen gewissen gesundheitlichen Standart, der es dir möglich macht, Luftfahrzeuge bewegen zu dürfen mit der gewissen Ausbildung. 

Wenn man noch kein Medical besitzt, wie es bei den meisten der Fall sein wird die diesen Weg neu für sich entdeckt haben,  so muss eine erst Untersuchung durchgeführt werden.

Im Normalfall geht man für Flugmedizinische Angelegenheiten zu einem Fliegerarzt der dir deinen Gesundheitszustand bestätigt. Bei der erst Untersuchung ist dies jedoch nicht möglich. 
Aufgrund des Umfangs dieser Untersuchung wird diese in speziellen Einrichtungen durchgeführt von denen es nur eine Handvoll in Deutschland gibt. 

Mein Weg ging nach Stuttgart. Das Aeeomedical Center welches sich am Cargo Flughafen Stuttgart befindet, ist ein sehr guter Ort um sein Medical zu erlangen. 

Der Vorteil dieser Einrichtung liegt in einer speziellen Augenuntersuchungsmethode. 
Diese Untersuchung dient dazu, den Augenhintergrund zu untersuchen. Alles was sich hinter deiner Pupille befindet (Sehnerv und Äderchen) kann man dabei sehen. 

Normalerweise bekommt man für diese Untersuchung Augentropfen, die die Puppillen erweitern, um mittels einer Starken Lichtquelle und Spiegel, hindurch zu sehen. Man darf dann eine ganze Weile (12-24 Stunden) kein Auto mehr bewegen. 

In Stuttgart gibt es eine Möglichkeit, dies ohne Augentropfen durchzuführen und man hat im Anschluss keine Beeinträchtigungen. 
Hier wird es Mithilfe einer Speziellen Kamera gemacht, welche durch dein Auge durchfotografiert.  

Anderweitige Untersuchungen sind z. B. Blutdruck, Ruhe EKG, Orintest, Augeninnendruck, Sehtest bei Dämmerung- und Blendeinwirkung, Sichtfeld, 3d Sehen, Fsrbenblindheitstest, 

Und sicher noch ein Paar Dinge die mir nicht mehr einfallen. 

Am Ende gibt es ein Gespräch mit dem Arzt, der dir noch ein Paar Fragen stellt und eine Beurteilung ausspricht. 


Im besten Falle bekommst du im Anschluss dann gleich dein Medikal ausgehändigt. 


Für diesen Tag darfst du sicher einen ganzen Tag einplanen. 

Du solltest zudem am Vortag viel trinken und unbedingt Fit sein um gute Werte abzuliefern. 

Neuerdings muss zudem ein Psychologischer Test durchgeführt werden. Leider kann ich dazu nichts Näheres erläutern.


Das Medical welches du dann erhältst ist ausschließlich in der EU gültig. Für Amerika bräuchtest du ein separates Medical welches du auch im Aeromedical Center durchführen kannst.  Es ist zudem nur für ein Jahr gültig danach muss bei einem Fliegerarzt eine Nachuntersuchung durchgeführt werden im Jährlichen Rhythmus. 



Die Kosten für diesen Gesundheitscheck liegen bei ca 400-500 Euro.



Solltest du nun bedenken haben ob du das Tauglichkeitszeugnis bekommst oder nicht, weil dir vielleicht etwas fehlt, dann rate ich dir es trotzdem zu probieren. 

Es ist durchaus möglich zu fliegen ohne 100% Gesund zu sein. Der Weg um an sein Medical zu kommen ist dann eventuell etwas aufwändiger jedoch nicht unmöglich. Das Luftfahrtbundesamt hat hier etwas Spielraum gelassen sodass man mit Sonderauflagen fliegen darf. 

In meinem Fall dauerte dieser Prozess ca 2 Jahre, 2 Erstuntersuchungen und eine erweiterte 2. Untersuchung um an mein Medical zu gelangen. Aber dazu schreibe ich im nächsten Eintrag. 


Montag, 21. Oktober 2019

8. Wissenswertes (nützliches)

Zwischen drinn, werde ich immer wieder Nutiches und Wissenswertes aus meinen Texten herausnehmen um sie übersichtlich hervorzuheben. 

Was sollte einem also bis hier her bewusst sein. 


1. Mache dich über die aktuellen Möglichkeiten schlau welche Wege es gibt denn jeder Weg hat seine Vor- aber auch Nachteile.


2. Sei dir bewusst, dass dieser Weg sehr schwer werden wird und damit meine ich noch nicht die Schwierigkeiten was die Theorie oder Praxis betrifft. Man muss eventuell einiges Aufgeben. Familie, Freunde, Heimat, Vereine, vieles was einem einfach wichtig ist.


3. Du brauchst auf alle Fälle ein Medical der Klasse 1 um Commerziel fliegen zu dürfen



Zu Punkt 1:


1. Möglichkeit Bundeswehr (stand Anfang 2019)



  • Voraussetzung = Mittlere Reife oder Fachabitur. Du kannst mit der Mittleren Reife den fliegerischen Dienst über die Feldwebel Laufbahn erreichen. Du musst dich also immer weiter quifizieren. (Nachteil hierbei ist, du hast keine Garantie, dass du es jemals zum fliegen schaffen wirst. Mit dem Fachabitur kannst du dich für die Fachoffizierslaufbahn Fliegerischen Dienstes Bewerben. (Vorteil, Du bewirbst dich direkt auf den fliegerischen Dienst. Das heißt: wirst du für Flugtauglich befunden und hast die Einstellungstests geschafft bist du dabei bei der Ausbildung zum Piloten und zu nichts anderem. Solltest du Fluguntauglich für die Bundeswehr sein kannst du immernoch sagen, Gut dann Tschüss Bundeswehr ohne dich verpflichten zu müssen. 
  • Die Bundeswehr bezahlt dir die Ausbildung und du bekommst zudem ein Gehalt
  • Die Verpflichtungszeit beträgt 16 Jahre mit wechselnden Einsatzgebieten 
  • Die Bundeswehr ist leider am Absteigenden Ast. Rüstungsabbau, Einsparen wo es nur geht auch bei dem Fliegerischen Diensten. Somit sind es eventuell wenige Flugstunden im Jahr nach der Ausbildung. (Quellenangaben Medienangaben, Aussagen von Politikern über das Budget der Bundeswehr, Haushaltsplan)
  • Fliegerische Ausbildung beim Heer, Marine und Luftwaffe möglich. Es gibt jedes Jahr auch Schnupperwochen wo man die Bundeswehr bis zu einer ganzen Woche lang begleiten darf. Hierfür einfach Infos einholen bei einem der Beratungsstellen 
  • Sicherlich gute Ausbdung aufgrund verschiedenster Hubschraubertypen
  • Familie gründen eher schwieriger aufgrund Auslandseinsätze 
2. Möglichkeit Bundespolizei (stand Anfang 2019)
  • Voraussetzung mittlere Reife oder Fachabitur. Ähnlich wie bei der Bundeswehr gibt es bei der Polizei verschieden Möglichkeiten zum fliegerischen Dienst zu gelangen. 
  • Eine Möglichkeit ist es mit der Mittleren Reife und dem Mittleren Dienst zum fliegerischen Dienst zu gelangen. Auch hier besteht die Gefahr dass man jedoch nie zum fliegen kommen wird. Die zweite Möglichkeit ist über den gehobenen Dienst und mindestens dem Fachabitur. Dort kann man sich direkt auf den Fliegerischen Dienst bewerben. 
  • 2 Jähriges Polizeistudium 
  • Landesweit versetzbar 
  • Sehr gute Ausbildung 
  • Ausbildung wird bezahlt und bekommt Gehalt während der Ausbildung 
  • Keine Verpflichtungszeit wie bei der Bundeswehr 
3. Möglichkeit (Privatfinanzierung) 
  • Voraussetzungen Medical Klasse 1, starker Wille und Ehrgeiz
  • Kosten für den Berufspilotenschein ca. 110000-150000 € je nach Zusatzqualifikationen
  • Keine Jongarantie nach der Ausbildung 
  • Keine Verpflichtungszeit 
  • Familiengründung sicher leichter möglich als bei der Bundeswehr
  • Du weißt was dich nach der Ausbildung erstmal erwartet. Nichts. Du hast es selbst in der Hand welchen Weg du gehen möchtest. 
  • Ausbildung berufsbegleitend oder in Vollzeit möglich 
Zu Punkt 2
  • Sei dir klar bewusst, was du vor hast. Egal für welchen Weg du dich Entscheidest, aufgeben musst du sicher etwas.
Zu Punkt 3
  • Du brauchst ein Medical Klasse 1 bei allen der drei Wege. Sicher wirst Du nochmal genauer Untersucht bei der Bundeswehr oder Bundespolizei aber ich finde wenn man diesen Weg gehen möchte lohnt es sich vielleicht seinen Gesundheitszustand vorab abklären zu lassen. 
  • Man weiß dann recht schnell woran man ist. (Hierauf komme ich nochmal Zurück)

7. Neue Möglichkeiten

Ich arbeitete nun also wieder als Mechaniker in irgendeiner Werkstatt, dachte ich mir. 
Allmählich konnte ich dies schon gar nicht mehr ertragen. 
Ich wusste irgendwann, dass ich sicherlich nicht dafür geboren wurde Mechaniker zu sein. 
Es machte mir keinen großen Spaß und war immer sehr niedrig angesehen für das was man alles leistete. Es wurde einfach nicht gesehen was man tat und wie schwer manches ist. 
Vielleicht sind dies auch Gründe weshalb ich als Kfz-Mechatroniker nie wirklich Erfolg hatte.
Genauso verlief es auch mit Donauwald Forstmaschinen.
Ich würde gekündigt. 

Für mich war ab da an klar, ich hänge meinen Beruf an den Nagel. Scheiß auf Kfz-Mechatroniker ich mach was anderes. 


Während ich meinen Übergang in die Industrie plante um dort endlich mal etwas Geld zu verdienen, dachte ich zeitgleich über meinen alten Traum nach. PILOT. Ich wollte doch immer Pilot werden. Wieso habe ich da nicht mehr Energie reingesteckt. Was kann ich noch tun damit dies möglich wird.

Während ich so darüber am Grübeln war, kam es wie aus dem Nichts. Der eine entscheidende und bis dahin fehlende Gedanke. Selbstfinanzierung. 

Dass ist es. Wieso kam ich nicht früher auf diesen Gedanken.

Klar wusste ich schon mit beginn diesen Gedankens, dass dies sehr teuer sein würde, aber es wäre machbar mit dem nötigen Ehrgeiz.

In Windeseile plante ich also meine Zukunft die wie folgt aussehen sollte. 


Wechsel zu Continental als instandhalte,  dann werde ich ab dem September 2017 mich spontan bei den Eckert Schulen als Volzeitschüler einschreiben lassen um Meinen Techniker zu machen um wiederum mir meine Pilotenausbildung finanzieren zu können.


Geiler Plan dachte ich mir. Wenn das auch nur noch so kommen würde. Denn oft werden Pläne die man Plant X-mal durcheinander gebracht aufgrund von irgendwelchen Rückschlägen oder Veränderungen im Leben.


Aber eines weiß ich bis dahin trotzdem, wäre ich nicht gekündigt worden und hätte ich es nicht so satt gehabt immer das gleiche zu tun auf das ich keine Lust mehr hatte, wäre ich sicher nicht so schnell auf diesen Weg gekommen. Dafür ein Dankeschön an die Kündigung von Donauwald Forstmaschinen. Dies war die beste Kündigung meines bisherigen Lebens. 

6. Unerwartete Diagnose (Teil 2)

Donauwald Forstmaschienen lautete also mein nächste Arbeitgeber.
Die vielen Wechsel zuvor sind meist auf Unzufriedenheit zurück zu führen, da ich es meist nicht eingesehen habe als Leiharbeiter in irgendeinem Drecks Loch für weniger Geld zu arbeiten als die Festangestellten. 
Ich schreibe dies so Schroff, da ich einfach keine netten Worte dazu finden kann. 
Nach meiner Diagnose Krebs war es für mich aber auch nicht einfach wieder Fuß zu fassen im Arbeitsleben. Ich war einfach nicht mehr so ganz bei der Sache. 

2 Jahre sind nun vergangen als ich Krebs hatte und nun wurde ich das erste Mal seitdem wieder einmal Krank. Noch keine Woche in der neuen Firma und ich bekam, ja was bekam ich eigentlich?
Man wusste es nicht. 

Nach mehreren Wochen von Arzt zu Arzt rennen und weit über 100 Euro Medikamente zuhause, 2 Wochen Krankenhaus etwas Morphium und insgesamt 3 Monate Erholungsphase
Merkte ich wie anstrengend es doch sein kann wenn man eine sehr üble Form vom Pfeiferischen Drüsenfieber bekommt. 
Diese Krankheit war die Hölle. Wenn man nicht wüsste, dass Krebs gerne auch tödlich enden kann, dann war dass Drüsenfieber bei weitem Schlimmer als der Krebs was Schmerzen und leiden betrifft. 

Gott sei dank war das positive an dem ganzen, ich wusste es würde keine Auswirkungen auf meine Flugtauglichkeit haben wenn ich sie aufgrund meiner Krebsdiagnise überhaupt noch bekommen würde. 

Wieder gesund und erholt wusste ich bereits zu diesem Zeitpunkt, dass mich die Leiharbeitsfirma aufgrund meiner langen Krankheit gekündigt hatte mit dem Tag wo ich wieder gesund werden würde. 
Ich wusste aber auch, dass mich die Firma Donauwald trotzdem haben wollte und mich somit direkt angestellt haben. 

Nebenbei erwähnen muss ich, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt meinen Traum etwas aus den Augen verloren hatte. Ich wusste einfach nicht, wie ich noch an ein Abitur kommen sollte wo ich so wenig Interesse für diese Klassischen Schulfächer aufbringen konnte. 

Aber zum Glück blieb noch ein Weg offen, den ich bis dahin noch gar nicht in Betracht gezogen hatte, wie man auch ohne Abitur diesen Weg gehen könnte

5. Das "schreckliche Abitur" (Teil 2)

"Schon wieder in der Schule" dachte ich mir, und war eigenich von Anfang an genervt.
Immer brauchte man für all die tollen Berufe dieses verflixte Abitur. Dabei braucht man doch als Pilot diesen ganzen Müll nicht was man hier lernt. 

Ja, ich hatte echt keine Lust darauf dort zu sitzen und ich hielt es auch dort wieder mal nicht lange aus. 
Auch mit 19 Jahren waren einfach die Interessen nachwievor wo anders grösser als für Mathe, Chemie oder all die anderen Fächer zu lernen. 

Ich lernte in dieser Zeit eine tolle Frau kennen und hatte nur noch sie im Kopf. Ich war hin und weg und widmete ihr all meine Aufmerksamkeit und vernachlässigte natürlich sofort die Schule wo es nur ging. 

Man kann nicht wirklich behaupten, dass dies eine kluge Entscheidung gewesen ist, wo ich doch einmal Pilot werden möchte. 
Trotzdem schmiss ich auch mein Vorhaben, das Abitur über die Berufsoberschule zu erlangen in die Tonne. Mit lauter fünfen zum Probezeit Ende als Fortgangsnote hatte ich auch keine andere Wahl. 

Es begann eine harte Zeit für mich von mehreren Jobwechsel über Arbeitslosigkeit zur Leiharbeit was für mich nur eine Art von moderner Sklaverei ist bis hin zu einer Leiharbsitsfirma die mich zu Donauwald Forstmaachienn vermittelte. Die Firma, die den Wendepunkt brachte und mich auf einen ganz neuen Weg zu meinem Traum leiten würde. 

4. Unerwartete Diagnose (Teil 1)

Um Pilot werden zu können, wird vorausgesetzt, dass man eine gewisse Gesundheitliche Eignung dafür besitzt.

Hierfür gibt es die sogenannten Medicals in drei verschiedenen Klassen eingeteilt. 



  • Medical Class 1 für Berufspiloten und Personenbeförderung 
  • Medical Class 2 fur Privatpiloten 
  • Medical Class 3 für Flugfeldarbeiter 

Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht wie man an dieses Medical kommt aber ich wusste man muss Top Fit sein. Nur da lag mein Problem. Es sollte anders kommen. 

Wenige Tage vor meinem 19. Geburtstag bekam ich die Diagnose "Malignes Melanom". 

Hinter diesem Begriff versteckt sich die unschöne Krankheit, Schwarzer Hautkrebs. 

Nun hatte ich wohl zwei Probleme mit denen ich zu kämpfen hatte. 


Kein Abitur und Hautkrebs. 


Das erste würde sich noch beheben lassen aber was war mit meiner Gesundheit? 


Zugegeben, meine Diagnose verlangte einiges von mir ab. Dass "Ich will Pilot Werden" rückte primär auch in den Hintergrund. 

Zudem erhielt ich einen Brief von meiner Firma, dass ich nach meiner Ausbildung nicht übernommen werden würde. 

Bei den Stadtwerken sei es jedoch üblich gewesen, dass alle Azubis mit einem Schnitt besser als 3,0 übernommen werden müssen.  Ob meine lange Arbeitsunfähigkeit damit zusammenhängt? Man kann nur spekulieren. 


Nachdem ich das schlimmste Überstanden hatte was meinen Krebs betrifft, absolvierte ich während meiner Erholungsphase noch Erfgreich meine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker mit besser als 3.0, verhandelte mit der Konzernsführung, ich dürfe bleiben bis die Berufsoberschule beginnt und widmete mich ab da an wieder meinem Traum ohne eigentlich zu wissen, ob ich überhaupt jemals Gesundheitlich dazu in der Lage sein würde. 

Aus einem anderen Grund hätte ich sonst niemals freiwillig versucht das Abitur zu erlangen. 





Sonntag, 20. Oktober 2019

3. Das "schreckliche Abitur" (Tei 1)

Faktisch war für mich also klar, um Pilot zu werden brauche ich ein Abitur. 

Meinen ersten Versuch dafür startet ich mit dem einschreiben an einem Abendgymnasium in Regensburg parallel zu meiner Ausbildung. 
Ich ging also von 7.00 Uhr bis 15.30 in meine Arbeit und im Anschluss von 18.00 - 21.30 Uhr auf das Abendgymnasium. 

Ich muss dazu sagen, dass ich nie wirklich der geborene Typ zum lernen gewesen bin und mich das Abitur Ansich eigentlich kein bischen Interessiert hat sonst wäre ich sicher früher nicht auf der Hauptschule gelandet sondern auf einem Gymnasium. 

Nach nur 3 Monaten Abendgymnasium brach ich dieses Vorhaben ab. 
4 Jahre lang hätte ich jeden Abend dafür aufbringen müssen an mein Abitur zu kommen. Für mich war dies schnell ein Ding der Unmöglichkeit. 
Dazwischen hatte ich noch eine Blinddarm OP und fehlte sowieso von der Schule. 

Als ich mein Vorhaben mit dem Abendgymnasium abgebrochen habe, da war ich grade 17 Jahre alt, nahm ich mir erstmal vor, meine Ausndung fertig zu machen.
Beides auf einmal ist es zu solch einer Zeit nicht wert. 

Ich würde also raten: Wenn du ein halbwegs normaler Typ bis und damit meine ich jemanden der genauso wie Ich eine Ausbildung durchläuft, kein Obergenie in der Schule war weil er lernen nicht als sein Lieblingshobby angesehen hat und trotzdem noch leben möchte nach dem er von der Arbeit nach Hause gekommen ist, dann fange niemals ein Abendgymnasium an oder eine Abendschule.
Klar kann es passieren dass jemand behauptet, das man dies schaffen könne, aber nicht während einer Ausbildung als blutjunger Teenager. Dafür sind die Interessen an alternativen Dingen einfach auf Dauer zu groß. Und ich würde es bereuen wenn ich meine Jugend für diese Schule hergeben hätte. Es gibt bessere Möglichkeiten als sich in diesem Alter 4 Jahre lang in solch eine Schule zu setzen!

Die Alternative die als nächst beste Möglichkeit auf der Hand lag, war die Berufsoberschule. Diese lag aber noch etwas entfernt, da ich ja erst meine Ausbildung fertig machen musste. 

Zeit genug also, um sich seinem Traum nochmal bewusst zu werden, Informationen einzuholen und Däumchen zu drehen. 

Oder um mit einem Tag auf den anderen alles so zu verändern das dein Traum erstmal scheiß egal sein wird und du dich fragen musst, ob es soweit überhaupt noch kommen wird deinen Traum zu leben oder zu erleben. 

2. Informationen über die Möglichkeiten Pilot zu werden

Irgendwo in meinem Kopf waren also nun die ersten Erfahrungen mit Hubschraubern gelandet und irgendwann fand ich den Gedanken ganz toll selbst einmal Pilot werden zu wollen. 

Noch während meiner Ausbildung die ich mit 15 Jahren als Hauptschulabgänger mit Quali bei einem KFZ Betrieb begonnen habe, informierte ich mich nebenbei über die Möglichkeiten die es gibt, um Berufspilot  zu werden.

Meine erste Anlaufstelle hierfür war (wird wenig verwunderlich sein) die Bundeswehr.

Ich marschierte also mit ca 16-17 Jahren, zur Bajuwarenkaserne in Regensburg wo bis heute noch Informationen über Werdegänge bei der Bundwesehr eingeholt werden können.

Dort teilte man mir mit, dass ich für die Laufbahn des Piloten (Offizierslaufbahn) ein Abitur benötige.

Wenig erfreut darüber , machte ich mich schon auf die Suche nach einer alternativen Lösung.

"Bundrspolizei" kam mir in den Sinn. 

Leider war für mich auch dort die Enttäuschung sehr groß. 
Auch bei der Bundespolizei wird ein Abitur vorausgesetzt welches ich nicht besaß.

Fürs erste galt also: Um Pilot zu werden braucht man zwingend das Abitur 

Jung und dumm wie man aber ist raubt einem das Halbwissen kostbare Zeit und Energie.
Die Erfahrungen hingegen sind nicht immer verkehrt die man in solch einer Zeit sammeln konnte. Im weiteren Verlauf meines Blogs kläre ich diesen Satz genauer auf. Es lohnt sich also weiter den Blog zu verfolgen. 


Mittwoch, 25. September 2019

1. Vorwort


Salut liebe Leute,

Ich beginne heute einfach mal, meinen Blogg zu schreiben und werde ein paar Worte darüber verlieren, wie mein Vorhaben ein Traum wurde und, wie alles so begann und fahrt aufgenommen hat. 

Wie und wo begann es? 


Simpel gesagt, ich war schon immer von Hubschrauber fasziniert. Als kleiner Junge schon,  im Alter von ca 10 Jahren, hatte ich dank meines Papas die ersten Kontakte zu den Helis. 

Mein Papa entführte mich damals zum Rettungshubschrauber des DRF Christoph Regensburg und ich war natürlich hell auf begeistert. Damals war es noch die BK117 der selbige wie es in Medicopter 117 auch ist. Aufgrund der Serie die ich überaus geliebt hatte, war dieser Hubschrauber mein Lieblings Hubschrauber Typ. Bis heute ist die BK117 einer meiner Top Favoriten :) .
Ich kann mich auch noch gut erinnern, wie meine Schwester und ich immer Medicopter 117 nachgespielt haben. Als Cockpit diente ein große Schachtel und benutz haben wir eine Fernbedienung eines elektrischen Gefährts als Steuerung. 

Ein zweites großes Erlebnis war, als mich mein Papa wieder mal entführt hatte. Diesmal ging es auf den Luftwaffenstützpunkt der Bundeswehr in Manching. 

Das erste Erlebnis war die Begehung des Towers. 
Wir gingen hinauf und standen draußen am Geländer,  als ein Hubschrauber der Bundeswehr im Anflug auf den Tower zukam. 
Er flog sehr nahe an uns heran, bis dieser im späten Moment vor dem Tower abdrehte. Dies war ein beeindruckendes Erlebnis. Der Stützpunktleiter mit welchem wir die Begehung des Flughafens durchführten hatte diesen herannahenden Helicopter extra angefunkt damit er dieses Manöver noch durchführt. 

Ich ahnte damals sicherlich noch nicht, was dieses Erlebnisse noch Auswirkungen auf mein Leben haben werden. 


Ich gebe mittlerweile meinem Papa die Mitschuld, an allem, wie es nun kommt :P 



Mit diesen Erlebnissen und Medicopter 117 in meinem Kopf, wurden wohl die ersten Bausteine oder besser gesagt das Fundament gelegt für alles was ich dann in die Wege geleitet habe. 

PS. Da ich aktuell vieles noch vom Handy aus schreiben muss, werde ich nicht die vollste Rücksicht auf Rechtschreibfehler nehmen können da es mir um ehrlich zu sein etwas zu aufwändig ist auf einem solch kleinen Bildschirm auf aes acht zu geben. Ich bitte um Verständnis ;)